Jugend setzt Zeichen des Miteinanders

01.08.16 / 11:16

Melek Özdemir aus Dornbirn ist eine sehr engagierte, junge Frau. Als Anti-Rassismus-Trainerin der youngCaritas geht sie seit Jahren aktiv an Schulen, um sich für Toleranz und ein Miteinander zwischen den Kulturen einzusetzen und Vorurteile auszuräumen. Gemeinsam mit dem ATIB-Jugendverein Dornbirn hat sie sich nun zudem speziell für jugendliche Flüchtlinge eingesetzt.

„Soziales Engagement liegt in meinem Herzen, wesentlich geprägt wurde ich dabei sicherlich in meinem Elternhaus“, erzählt Melek Özdemir. „Keine Frage, die Welt ist schwieriger geworden. Man muss jenen Menschen mehr Wertschätzung geben, die sie ansonsten nicht bekommen“, sinniert sie über die Möglichkeit jedes Einzelnen, seinen Teil zu einem friedlichen Miteinander einzubringen. „Es wäre wichtig, den Islam aus dem Koran kennenzulernen und nicht wie er in den Medien dargestellt wird“, ist sie überzeugt.

Gerade der Ramadan sei ein Monat, in dem Muslime speziell darauf achten, anderen Menschen Gutes zu tun. Melek Özdemir und die Mädchen des ATIB-Jugendvereins Dornbirn taten dies, in dem sie Spenden für die jugendlichen Flüchtlinge des „Haus Said“ in Bregenz sammeln: „Wir haben bei verschiedenen Anlässen Kuchen gebacken, einen Brunch organisiert und Pizza verkauft“, mangelte es den Mädchen nicht an Ideen, um die Menschen zum Spenden zu animieren.

Aus dem Erlös wurden in Folge Hygienepakete gekauft, die anlässlich des Zuckerfestes an die jugendlichen Flüchtlinge übergeben wurden. „Mit diesen Geschenken hatten wir die Möglichkeit, ein Zuckerfest zu veranstalten - ähnlich wie die Jugendlichen es mit ihren Familien kennen. Jeder der 37 hat eine kleine Überraschung bekommen. Es war für uns sehr bewegend zu erleben, wie sich die Jungs freuen, aber auch wie berührt sie waren. Sogar eine Dankesrede in deutscher Sprache ans Team und die Spenderinnen und Spender hatten sie vorbereitet.“

Diesen Dank möchte die Leiterin des Hauses, Margaritha Matt, nochmals stellvertretend weitergeben. Ein herzliches „Danke“ spricht auch Julia Ha, Leiterin der youngCaritas, aus: „Melek spricht auch für viele andere Jugendliche, denen Spiritualität, Solidarität und Zusammenhalt wichtig sind. Sie ist für uns ein wichtiges Vorbild für die Vereinbarkeit dieser Themen.“

  • Sechs junge Buben stehen hintereinander auf einer Stiege. Sie schauen in die Kamera.

  • Sechs junge Buben stehen hintereinander auf einer Stiege. Sie schauen in die Kamera.