Freiwilliges Sozialjahr – eine gute Alternative

14.09.16 / 12:53

Manchmal läuft für junge Menschen nicht alles wie am „Schnürchen“. Die erhoffte Zusage für einen Ausbildungsplatz ist ausgeblieben, die Berufswahl hat sich als die falsche erwiesen oder Jugendliche wissen schlichtweg nicht, in welche Richtung ihr weiterer Weg gehen soll. Eine gute Alternative ist das freiwillige Sozialjahr.

Jährlich ergreifen rund 100 TeilnehmerInnen allein in Vorarlberg die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialjahres neue Erfahrungen zu sammeln und in einen Sozialbereich hinein zu schnuppern. Ob die Arbeit mit Kindern, Menschen mit Behinderung, alten Menschen, Flüchtlingen, langzeitarbeitslosen Menschen, in der Arbeit der Wohnungslosenhilfe oder mit Menschen mit psychischen Erkrankungen – überall sind engagierte und motivierte junge Menschen willkommen, die in einen sozialen Beruf tätig sein wollen.

Organisiert wird dieses Angebot von der Sozialen Berufsorientierung Vorarlberg, die für rund 50 Träger im Land die Jugendlichen begleitet. „Das Freiwillige Sozialjahr bietet jungen Menschen nach dem Schulabschluss oder nach der Berufsausbildung die einzigartige Chance, in einer sozialen Einrichtung neue Erfahrungen zu sammeln und so vielleicht die Weichen für eine – neue – berufliche Zukunft zu stellen“, so Dr. Claudio Tedeschi, Geschäftsführer der Sozialen Berufsorientierung Vorarlberg.

Besonders wertvoll ist dabei auch die wöchentliche Kursbegleitung für die Teilnehmenden, bei der gemeinsam mit Fachreferenten die praktische Arbeit reflektiert und sie viel Wissenswertes rund um soziale Berufe vermittelt bekommen.

Wertvolle Lebenserfahrung
Neben den fachlichen Erfahrungen bietet das freiwillige Sozialjahr aber auch die Möglichkeit, sich zusätzliche soziale Kompetenzen anzueignen und eigene Grenzen auszuloten. Viele Ausbildungseinrichtungen rechnen das Freiwillige Sozialjahr auch als zusätzliche Vorqualifikation positiv an. „Das Freiwillige Sozialjahr trägt maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei“, kann auch Projektleiterin Elisabeth Geser ihre jahrelangen Erfahrungen aus der Kursbegleitung zusammenfassen. „Zudem macht es junge Generationen sensibel für die Probleme und Nöte von Mitmenschen. Das prägt oft das ganze weitere Leben“, ist sie überzeugt.

Wehrpflichtige junge Männer können sich ein 12-monatiges Freiwilliges Sozialjahr auch als Zivildienst anrechnen lassen. Mehr Informationen dazu direkt bei der Sozialen Berufsorientierung Vorarlberg oder im „aha-Tipps und Infos für junge Leute“. Noch sind wenige Plätze frei, Anmeldungen sind für Interessierte ab 18 Jahren jetzt möglich.

Kontakt:
Soziale Berufsorientierung Vorarlberg
Projektleiterin Elisabeth Geser, T 0664/8240141, E elisabeth.geser(at)sbov.at
www.sozialesjahr.at