Hurrikan „Matthew“: Wir helfen auf Haiti

07.10.16 / 09:48

Schweifer: "Mit Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher werden wir die Menschen, die beim Erdbeben 2010 alles verloren haben, auch jetzt nicht im Stich lassen. Helfen Sie mit!"

“Hurrikan ‚Matthew‘ hat den Süden Haitis schwer getroffen. Von unseren lokalen Partnern wissen wir, dass es großflächige Überschwemmungen gibt. Häuser wurden beschädigt, Felder verwüstet. Tausende suchen Schutz vor Wind und Regen. Viele Brücken und Straßen sind zerstört, Hilfe ist deswegen oft nur schwer möglich. Wenn eines der ärmsten Länder der Welt von einer derartigen Naturkatastrophe heimgesucht wird, dann ist das Ausmaß des Leids für die Menschen unvorstellbar“, so Caritas Auslandshilfe Generalsekretär Christoph Schweifer. 

Hurrikan „Matthew“ war am Dienstag mit voller Wucht auf Haiti getroffen. In der Hauptstadt Port-au-Prince kam das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen. Schulen und Geschäfte wurden geschlossen. Die Behörden hatten mehr als 6.400 Menschen in Sicherheit gebracht. Laut Angaben des haitianischen Innenministeriums hat der Hurrikan bisher 300 Menschenleben in Haiti gefordert.

Am stärksten betroffen ist der Süden und Südwesten des Landes mit den Städten Les Cayes und Jérémie. Aufgrund von eingestürzten Brücken und zerstörten Straßen ist der Südwesten des Landes derzeit vom Rest abgeschnitten. Auch Mobiltelefonverbindungen funktionieren derzeit nicht. Nach Angaben von UN OCHA sind in Haiti 1 Million Menschen vom Hurrikan betroffen und über 350.000 davon brauchen dringend Unterstützung. 

Langsam wird das ganze Ausmaß der Katastrophe in Haiti sichtbar. Neben der zerstörten Infrastruktur und den zerstörten und beschädigten Wohnhäusern sind in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten auch Probleme mit Cholera, Ernährungssicherheit und politische Unruhen zu befürchten.

Positiv zu vermerken ist, dass die nach dem Erdbeben von der Caritas in Gressier gebauten Häuser den Hurrikan schadlos überstanden haben. Hier hat sich nun bezahlt gemacht, dass bei der Bauweise neben Erdbebensicherheit auch auf Hurrikan-Sicherheit geachtet wurde.

 

Caritas Nothilfe: Nahrungsmittel, Trinkwasser & Decken für Hurrikan-Opfer

“Die Nothilfe für Familien, die ihr Zuhause auf der Flucht vor den Wassermassen verlassen mussten, läuft auf Hochtouren. In der Stadt Cayes versorgen die HelferInnen der Caritas Haiti jene Menschen, die in Notbehausungen Zuflucht gefunden haben, mit Nahrungsmitteln. In Jacmel hilft die Caritas mit warmen Mahlzeiten, Trinkwasser und Hygieneartikeln. Zusätzlich verteilen die NothelferInnen Decken und Matratzen“, beschreibt Schweifer die Hilfsmaßnahmen im Karibikstaat. „Sechs Jahre nach dem verheerenden Erdbeben haben die Menschen in den betroffenen Regionen wieder haben alles verloren. Mit der Hilfe aus Österreich werden wir die Menschen nicht im Stich lassen. In der aktuellen Notsituation zählt jeder Euro. Danke für Ihre Unterstützung!“