„Wir wollten ein wenig Zeit schenken“

27.10.16 / 10:59

Im Rahmen des sechsten Bank Austria Freiwilligentages besuchten kürzlich vier Bank-MitarbeiterInnen das Haus an der Ill, in dem derzeit elf Flüchtlingsfamilien untergebracht sind, die von der Caritas betreut werden.

 

Lustig und laut ging es an diesem Freiwilligentag der Bank Austria zu, denn bei 27 Kindern unter 18 Jahren ist immer etwas los im Haus an der Ill in Frastanz. Die Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien und dem Libanon, mit einem großen Rucksack dramatischer Erlebnisse im Gepäck – und dennoch waren sie mit großer Begeisterung bei der gemeinsamen Kuchenbackaktion am Nachmittag mit den Bankangestellten dabei. Gemeinsam mit dem BetreuerInnenteam der Caritas Vorarlberg wurde fleißig gebacken, Äpfel geschält und gerührt - und natürlich danach auch noch der köstliche Apfelstrudel in fröhlicher und gemütlicher Runde verspeist.

 

Schönes Miteinander

Die engagierten BankerInnen kamen nicht mit leeren Händen und verteilten großzügig Memory- und Geschicklichkeitsspiele an die Kinder. „Wir bewundern die Menschen, die ihren ganzen Mut zusammen nehmen und ihre Heimat mit den Familien verlassen müssen. Sie kommen in ein fremdes Land, ohne die Sprache zu kennen“, so einer der teilnehmenden Mitarbeiter. „Unser Ziel ist es, in unserer Gesellschaft ein Zeichen zu setzen – denn uns geht es gut. Zeit schenken für Menschen am Rande der Gesellschaft – das ist uns wichtig, denn wir erleben immer wieder, dass man mit ganz wenig Aufwand viel Freude bereiten kann.“

Ganz ähnlich sieht das auch eine Kollegin: „In erster Linie ist es die Bewusstseinsbildung und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen machen zu dürfen. Wir finden es so positiv und überraschend, wie offen auch die Kinder auf uns zugehen und uns Vertrauen schenken. Sie haben keine Berührungsängste. Es fühlt sich hier an wie in einer großen Familie, es ist ein schönes Miteinander und man merkt die Zufriedenheit im Raum. Das freiwillige Engagement ist ein toller Einstieg zum Miteinander!“