Freiwilliges Engagement im Aufwind

23.01.17 / 14:59

Am Beginn einer Freiwilligentätigkeit steht oft der Gedanke „Ich möchte etwas für andere tun“. Sehr schnell erfahren Freiwillige in der Praxis, dass ihr Engagement auch ihr eigenes Leben bereichert. Bei der Caritas Vorarlberg hat sich die Zahl der freiwillig tätigen MitarbeiterInnen in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt.

 

„Es ist ein wichtiges Anliegen der Caritas, neben den hauptamtlichen auch freiwillige  MitarbeiterInnen für ihre Aufgaben zu gewinnen und entsprechend aus- und weiterzubilden.“ (aus dem Leitbild der Caritas). Diesem Vorsatz ist die Caritas Vorarlberg seit vielen Jahren treu geblieben und hat sich immer mehr um VorarlbergerInnen bemüht, die auf verschiedenste Art und Weise Menschen in Krisensituationen unterstützen. Mit Erfolg: „Seit 2008 konnten wir die Zahl der freiwilligen Helferinnen beinahe verdreifachen, was uns neue Möglichkeiten im Einsatz für Menschen in Not eröffnete“, so Caritasdirektor Walter Schmolly.

 

Denn nicht nur als HaussammlerInnen oder HospizbegleiterInnen sind die derzeit rund 1200 freiwilligen HelferInnen im Einsatz, sondern auch in vielen anderen Bereichen: „Ob in den Lerncafés, als Sozial- oder Integrationspaten, als Vorlesepaten, im Bereich Menschen mit Beeinträchtigung oder im Ausland, die Bandbreite an möglichen Einsatzorten ist bei der Caritas sehr vielseitig“, so Michaela Mathis, Freiwilligenkoordinatorin der Caritas Vorarlberg. Positive Rückmeldungen, wie bereichernd das freiwillige Engagement für alle Beteiligten ist, freuen sie immer wieder aufs Neue: „Zu Beginn setzen sich Freiwillige oftmals aus einer persönlichen Betroffenheit ein. Die Kluft zwischen Helfendem und denjenigen, die Hilfe benötigen, verringert sich sehr schnell.“ Und weiter: „Eine sehr engagierte Frau im Flüchtlingsbereich hat mir kürzlich erzählt, dass sie momentan die `beste Zeit ihres Lebens´ habe – nicht zuletzt, weil sie so wertvolle Begegnungen mit geflüchteten Menschen habe und ihnen das Ankommen in Vorarlberg erleichtern kann.“

 

Durch Zusammenhalt vieles bewegen

Interessant ist die Tatsache, dass 75 Prozent der ehrenamtlichen HelferInnen weiblich sind, was quer durch alle Bereiche zu beobachten ist. 29 Prozent der Freiwilligen  befinden sich in der Altersgruppe 61 bis 70 Jahren, gefolgt von den 51-60-Jährigen. Allen Männern und Frauen ist jedoch gemeinsam, dass ihnen Freiwilligenkoordinatorinnen als AnsprechpartnerInnen zur Seite stehen, dass sie Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit anderen Freiwilligen haben, versichert sind und dass ansprechende Fortbildungen angeboten werden. Michaela Mathis: „Man kann sehr viel in einer Gesellschaft bewegen, wenn man zusammenhält. Das ist bei der Freiwilligenarbeit immer wieder stark spürbar.“

 

Interessiert?

Freiwilligeneinsatz bei der Caritas

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: In den Lerncafés, als IntegrationspatInnen oder MentorInnen, in der Pfarrcaritas als LesepatInnen, SpaziergängerInnen und SozialpatInnen, in der Flüchtlingshilfe, im Bereich Menschen mit Beeinträchtigung, in den carla Shops und Einkaufsparks, im Haus Mutter & Kind, in der Hospizarbeit u.v.m.

 

Kontakt Servicestelle Freiwilligenarbeit:

Michaela Mathis, T 05522 200-1041, E michaela.mathis(at)caritas.at  oder
Anja Rümmele-Peintner, T 05522 200-1015, E anja.ruemmele-peintner(at)caritas.at

Weitere Informationen über die Vielfältigen Angebote der Caritas Vorarlberg unter:
E kontakt(at)caritas.at; T 05522/200