„Sind extrem gespannt, was da kommt!“

08.02.17 / 09:43

Dass die JugendbotschafterInnen der Caritas-Auslandshilfe „Vollgas“ geben, ist bekannt. Bislang setzten sie sich in erster Linie von Vorarlberg aus für Kinderrechte ein. Diesen Sommer nehmen sie ganz konkrete Projekte in Äthiopien in Angriff. Im Rahmen eines Charity-Abends im Rankweiler „Alten Kino“ stellten sie ihr Vorhaben rund hundert interessierten BesucherInnen vor.

 

„Jede und jeder von uns könnte genauso auch ein Kind sein, das auf den Philippinnen lebt und zur Prostitution gezwungen wird oder im Süden Äthiopiens, wo Hunger und Durst oft auf der Tagesordnung stehen“, machten die beiden Moderatorinnen Daniela Seyringer und Ella Huppenkothen gleich zu Beginn des Abends bewusst, welches Glück Kinder haben, die in Österreich leben.

 

In einem kurzweiligen Programm mit Video-Clips, Poetry-Slam und Einspielungen aus Äthiopien präsentierten die insgesamt 26 Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren, wofür sie sich einsetzen: Zu vier übergeordneten Themen – Beteiligung, Schutz, Überleben und Entwicklung – halten sie Workshops in Schulen ab, organisieren Aktionstage und gehen mit den Riesenfiguren, die für die Kinderrechte stehen, auf Ausstellungs-Tour; demnächst übrigens in der Wiener UNO sowie im Parlament. „61 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich kennen die Kinderrechte gar nicht“, erläutern die JugendbotschafterInnen, dass Aufklärungsarbeit hier dringend nötig ist.

 

Sehr interessiert verfolgten die Gäste – darunter Diözesanbischof Benno Elbs, Caritasdirektor Walter Schmolly und Caritasseelsorger Norman Buschauer – die Vorhaben für den Sommer-Einsatz in Äthiopien: Geplant ist etwa das Pflanzen von Mangobaum-Setzlingen, der Bau von Toiletten an einer Schule, sowie Hygiene-Workshops speziell für Mädchen. Erklärtes Ziel ist es, eine Verbesserung der Lebenssituation für Kinder in der Region Meki in Südäthiopien zu erreichen. Verstärkt werden soll zudem die Zusammenarbeit mit den JugendbotschafterInnen in Addis Abeba.

 

Die geplanten Aktionen zu Verbesserung der Kinderrechte in Äthiopien kosten Geld. Auch dabei zeigen sich die JugendbotschafterInnen kreativ und haben beispielsweise Deko-Artikel aus Beton gefertigt sowie hunderte Cupcakes gebacken und verkauft. Kommende Woche soll zudem eine Crowdfunding-Plattform starten. Alle Infos: www.kinderweltweit.at.

  • Erinnerungsbild mit Bischof Benno Elbs und Caritasdirektor Walter Schmolly

  • Projektleitern Nicole Kantner und Bischof Benno Elbs im Gespräch

  • Workshops zu den Themen Überleben, Entwicklung, Schutz

  • Die Jugendbotschafter präsentieren ihr Programm für Äthiopien