Riesenkinder mit starker Botschaft

27.02.17 / 12:45

Sehr beeindruckt und durchaus auch ein wenig stolz sind die JugendbotschafterInnen der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, dass ihre Riesenfiguren derzeit in einer eigenen Ausstellung im Wiener UNO-Gebäude ausgestellt werden. Die zehn „Riesenkinder“ verkörpern die von den Vereinten Nationen definierten zehn Grundrechte der UN-Kinderrechtekonvention.

 

Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde von insgesamt 196 Ländern der Erde unterzeichnet.

 

„Kein Land der Welt, kein politisches System kann anders an seine eigenen Zukunft denken, als mit einem aufmerksamen Blick auf die kommenden Generationen“, zitierte auch Caritas-Präsident Michael Landau im Rahmen der Ausstellungseröffnung die UN-Kinderrechtskonvention. „Wir dürfen nicht müde werden, auf die Rechte der Kinder und Jugendlichen auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen. Mit diesen Figuren verschaffen sich die Jugendlichen aus Vorarlberg auf sehr eindrückliche Art und Weise Gehör für ihre Anliegen und ich freue mich sehr über dieses außergewöhnliche Engagement.“ Neben Botschafterin Christine Stix-Hackl und Helmut Sax vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte lobte auch der Generalsekretär der Caritas für Internationale Programme, Christoph Schweifer, das tolle Engagement der JugendbotschafterInnen. Der Transport der übergroßen Figuren von Vorarlberg nach Wien erfolgte übrigens Dank freundlicher Unterstützung des Logistikexperten Gebrüder Weiss.

 

Konferenz im Vorfeld

Ein besonderes Highlight für die die JugendbotschafterInnen aus Vorarlberg war eine Konferenz im Vorfeld mit der Menschenrechtsbeauftragten der Stadt Wien, Shams Asadi, Daniel Posch vom Wiener Menschenrechtsbüro sowie Marie-Claire Sowinetz als Vertreterin von UNHCR Austria. Die Wertschätzung ist für sie auch Ansporn, sich weiterhin konsequent für Kinderrechte stark zu machen. Uns liegt es am Herzen, dass alle Kinder und Jugendlichen weltweit eine gerechte Chance haben“, betonen die JugendbotschafterInnen „Wir wissen, dass man auch mit kleinen Schritten viel erreichen kann.“ Mit Workshops und Aktionen tragen sie ihre Botschaft an andere Jugendliche weiter. „61 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich kennen die Kinderrechte gar nicht“, erläutern die engagierten Jugendlichen, dass Aufklärungsarbeit hier dringend nötig ist. Im Sommer fliegt eine Gruppe der JUBOS – wie sich die JugendbotschafterInnen kurz nennen - nach Äthiopien. Geplant ist etwa das Pflanzen von Mangobaum-Setzlingen, der Bau von Toiletten an einer Schule, sowie Hygiene-Workshops speziell für Mädchen. Erklärtes Ziel ist es, eine Verbesserung der Lebenssituation für Kinder in der Region Meki in Südäthiopien zu erreichen. Verstärkt werden soll zudem die Zusammenarbeit mit den JugendbotschafterInnen in Addis Abeba.