Schließung „Haus Karim“ in Dornbirn: Den Entwicklungen Rechnung tragen

21.03.17 / 14:43

Über zehn Menschen stehen in einem kleinen Esszimmer. Dabei auffallend: Alle Frauen sitzen am Tisch während die Männer im Raum stehen und am Diskutieren sind. Die abgebildeten Personen sind schlicht bekleidet und tragen eher dünklere Farben.

52 junge Menschen, die vor Krieg und Verfolgung in ihrem Heimatland, nach Österreich geflüchtet sind, haben seit Oktober 2015 ein vorübergehendes Zuhause im „Haus Karim“ in der Dornbirner Bergmannstraße gefunden. Nachdem die Flüchtlingszahlen momentan rückläufig sind, wird dieses Haus mit Ende März 2017 geschlossen. Die noch im Haus verbliebenen Jugendlichen übersiedeln in andere Quartiere.

 

Für die 20 zuletzt im Haus wohnhaften jungen Menschen wurde ein neues Zuhause gefunden, die Umzüge sind bis Ende März abgeschlossen. Das Haus wird künftig als Erwachsenenquartier genutzt. Der Leiter des Hauses, Leonhard Preiss, möchte sich an dieser Stelle stellvertretend für die Jugendlichen bei allen freiwillig tätigen MitarbeiterInnen, den MentorInnen, den NachbarInnen und zahlreichen UnterstützerInnen herzlich bedanken. Erfreulich, dass trotz des Umzugs Freiwillige die Jugendlichen weiterhin als MentorInnen begleiten. „Die jungen Menschen haben in ihrem noch jungen Leben sehr viel Traumatisches erleben müssen. Gerade für sie sind Menschen, die ihnen unterstützend zur Seite stehen, ein großer Halt im Leben. In Dornbirn haben sie sich sehr willkommen gefühlt.“