Halbzeit in der Fastenzeit 2017: Bereits über 27.000 alkoholfreie Tage gesammelt

27.03.17 / 10:03

Ein junger Musiker hält eine Trompete in der Hand. Er hält ein Handy vor sein Gesicht, wobei man sein Gesicht durch das Handy sieht.

Feldkirch/Götzis. „Verzicht“ oder „Konsum“? 2.280 TeilnehmerInnen der diesjährigen AKTION.TROCKEN wissen, was damit gemeint ist – nämlich die gemeinsame Aktion von SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe, Caritas – Fachbereich Suchtarbeit, Katholische Jugend und Jungschar sowie dem Vorarlberger Familienverband. Rechtzeitig zur Halbzeit der Fastenzeit dürfen die InitiatorInnen eine zufriedene Bilanz ziehen. Die AKTION.TROCKEN-App erleichtert den aktiven Verzicht auf Alkohol – bereits über 27.000 alkoholfreie Tage wurden im vergangenen Monat gesammelt.

 

„Wir leben in einem Hochkonsumland, wenn es um Alkohol geht. Häufig ist Alkoholkonsum etwas Automatisiertes, denn ohne groß darüber nachzudenken wird in unterschiedlichsten Situationen Alkohol konsumiert. Mit der AKTION.TROCKEN wollen wir Menschen dazu bewegen, sich durch den Verzicht mit ihren eigenen Konsumgewohnheiten auseinanderzusetzen. Denn wer verzichten kann, konsumiert in der Regel anschließend bewusster und selbstbestimmter“, weiß Andreas Prenn, Stellenleiter der SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe aus seiner reichhaltigen Erfahrung zu berichten.

 

An der AKTION.TROCKEN teilzunehmen, ist heuer noch einfacher als im vergangenen Jahr. Eine weiterentwickelte, moderne App macht die Teilnahme benutzerfreundlich und übersichtlich. Für die Auswertung hält sie zusätzliche Raffinessen bereit. „Von den 2.280 Personen, die die App nutzen, sind 1.319 männlich und 961 weiblich“, erläutert Monika Chromy, Fachbereichsleiterin der Suchtarbeit der Caritas.

 

Die AKTION.TROCKEN reicht dabei weit über Vorarlbergs Grenzen hinaus – 761 TeilnehmerInnen aus anderen österreichischen Bundesländern sowie dem benachbarten Ausland sind registriert. Auffallend, dass die neu gestaltete App Menschen einer sehr breiten Zielgruppe anspricht: „Es sind jeweils rund 500 in der Altersgruppe der Zwanzig-, Dreißig-, Vierzig- und Fünfzigjährigen.“ Die Auswertung gibt auch Aufschluss darüber, welches die Anlässe sind, bei denen „Joker“ verwendet werden. „Hier werden in erster Linie Feierlichkeiten oder `zu Hause´ angegeben“, erläutert Monika Chromy.

 

 

 

Alkohol-Verzicht spart auch „bare Münze“

„Erfreulich auch, dass sich 146 Gruppen zusammengetan haben, um sich gegenseitig zu motivieren“, ergänzt Nadin Hiebler vom Leitungsteam der Katholischen Jugend und Jungschar. Vor allem MitarbeiterInnen von Firmen schlossen sich zusammen und sammeln gemeinsam Verzichtstage – stets anonym. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen aktiv etwas für Gesundheit und Lebensqualität tun – das spiegelt sich in den Zahlen wider. Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren dabei gleichermaßen von der gesteigerten Gesundheit ihrer Mitarbeitenden.“

 


Nadin Hiebler rechnet auch vor, wie sich die AKTION.TROCKEN positiv auf die Geldbörse auswirkt: „Gehen wir laut Statistik von einem durchschnittlichen Konsum von 27,9 Gramm Alkohol pro Tag und pro Person aus – das entspricht in etwa zwei Bier oder drei Achtel Wein – gibt eine Person durchschnittlich acht Euro täglich für alkoholische Getränke aus. Man könnte also auch sagen, die AKTION.TROCKEN-App-Userinnen und -User haben bis zum heutigen Tag bereits über
216.000 Euro
für alkoholische Getränke gespart“
, so Nadin Hiebler.

 

Die Fastenzeit dauert heuer übrigens noch bis einschließlich Karsamstag, 15. April.
Weitere Informationen zur AKTION.TROCKEN und die AKTION.TROCKEN-App unter www.aktiontrocken.com.

 

Factbox: AKTION.TROCKEN–App

  • User/innen gesamt: 2.280
  • User/innen Vorarlberg: 1.519
  • Alkoholfreie Tage gesamt: 27.000
  • Männliche User: 1.319
  • Weibliche Userinnen: 961
  • Nicht in alkoholische Getränke investiert: über 216.000 Euro