„Teilen von klein auf lernen“

24.04.17 / 14:36

„Hinschauen, nicht wegschauen“. Für die Kinder der „LernART“ Privatschule in Hohenems, ist dies mehr als nur eine Floskel. Sie beschäftigen sich im Unterricht sehr bewusst mit dem Thema „Armut in Vorarlberg“. Mit einer spontanen Aktion sammelten sie Sachspenden für das „Haus Mutter & Kind“ der Caritas. Nach dem Besuch der LernARTkinder in der WG übergaben sie nun zahlreiche Anziehsachen und Haushaltsartikel an Stellenleiterin Doris Müller.

 

„Unsere Lehrerin erzählte uns, was die jungen Mütter und ihre Babys am dringendsten brauchen“, erzählt Nelli. „Meine Mama hat die Babysachen, die ich damals getragen habe, rausgesucht. Ich finde es schön, wenn ich dadurch helfen kann.“ Pascal ergänzt: „Ich schenke auch eines meiner Kuscheltiere her.“ Und auch Cassian weiß zu berichten: „Wir haben in der Schule gelernt, dass viele Menschen auch in Vorarlberg arm sind. Ich finde es wichtig, dass wir hier helfen.“

 

„LernART“-Schulleiterin Sonja Walser ist durchaus beeindruckt von ihre Schülerinnen und Schülern: „Wir wollten auf die vielen Fragen und Interesse der Kindern reagieren, dass auch in ihrem näheren Umfeld Armut auftritt und sie für den Umgang mit dieser Thematik sensibilisieren. Da wir jedes zweite Jahr gemeinnützige Projekte durchführen - in diesem Jahr war es `Ein Licht der Hoffnung´ für krebserkrankte Kinder und deren Familien - ergab sich nach unserem Besuch in der Wohngemeinschaft ein weiteres  spontanes Spendenprojekt. "In der Schule `LernART´ wird soziales Engagement hochgehalten, frei nach dem Motto – `Hinschauen, nicht wegschauen´“, so Sonja Walser. „Zudem haben die Kinder bei weiteren Exkursionen sehen können, dass es in Vorarlberg ein dichtes soziales Netz für Menschen in verschiedenen Notsituationen gibt und auch überall Warteliste geführt werden.“ Stellenleiterin Doris Müller nutzte ihrerseits die Gelegenheit, um ein herzliches „Danke“ für das tolle Engagement auszusprechen.

 

Im Haus „Mutter & Kind“ der Caritas fanden im vergangenen Jahr 33 Mütter sowie ihre 40 Kinder ein vorübergehendes Zuhause. Ziel des Projektes ist, ein stabiles Umfeld zu bieten und die Bewohnerinnen Schritt für Schritt auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Gemeinsam mit den Müttern wird die Beziehung zwischen ihnen und ihren Kindern gestärkt und dabei geholfen, alltägliche Aufgaben des „Elternseins“ zu meistern.