„Catchies“ für Schülerinnen in Äthiopien

09.05.17 / 13:28

Soziales Engagement ist für die HLW Marienberg in Bregenz Programm. Aktuell unterstützen die Schülerinnen der beiden ersten Klassen der höheren Lehranstalt eine Aktion der JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte der Caritas Auslandshilfe. Mit sehr viel Engagement nähten sie so genannte „Catchies“ für Mädchen in Äthiopien.

Es ist ein Thema, über das nicht gerne gesprochen wird: Mädchen, besonders Schülerinnen, sind in Äthiopien während ihrer Menstruation mangels Hygieneartikeln beeinträchtig und fehlen deshalb bis zu einer Woche pro Monat in der Schule. Daraus resultieren schlechtere Schulleistungen und in vielen Fällen in Folge auch der Schulabbruch.

 

Die JugendbotschafterInnen der Caritas Auslandshilfe, die heuer im Sommer nach Äthiopien reisen, um dort mehrere Projekte umzusetzen, wollen durch ihren Einsatz diesbezüglich eine Verbesserung erzielen: Im Rahmen von Workshops vermitteln sie ihren Alterskolleginnen entsprechendes Wissen - im Straßenkinderprojekt PROCS in Addis Abeba, sowie im Girls-Hostel in Meki sind  zudem Nähkurse für waschbare Monatsbinden geplant.

 

Dass die JugendbotschafterInnen auch Pakete mit Catchies direkt an Schülerinnen vor Ort verteilen können, verdanken sie den beiden ersten Klassen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe – kurz HLW Marienberg. Die beiden Klassenvorstände Karoline Hörburger und Marion Haller starteten gemeinsam mit den Lehrerinnen für „Kreatives Gestalten“, Gerda Nussbaumer und Dagmar Ebnicher-Gmeiner eine Nähaktion für die Catchies. Nach einem ausführlichen Vortrag über die Situation von Mädchen in Äthiopien und die geplanten Projekte durch die Jugendbotschafter kommenden Juli, starteten die Schülerinnen mit ihrer Aktion. „Sie waren mit sehr viel Engagement dabei und hatten auch gleich ein Motto für die Aktion: `Mädchen für Mädchen – Catch-Up Days´“, gibt es ein Kompliment von Seiten der Lehrerinnen. Im Biologie-Unterricht werden zudem selbstgemachte Seifen hergestellt, damit die äthiopischen Mädchen die wiederverwendbaren Monatsbinden aus Stoff auch waschen können.

 

Ich fand es toll, dass wir durch unsere Aktion andere Mädchen unterstützen können. Gleichzeitig wurde auch uns bewusst, wie viel einfacher es wir in der westlichen Welt haben“, gibt  Jessica Collini stellvertretend die Stimmung unter ihren Klassenkolleginnen wider.

 

Umfrage:

 

Es ist eine coole Aktion, weil wir dadurch anderen Menschen helfen können. Schön, dass wir durch unseren Einsatz gleichaltrigen Mädchen in Äthiopien das Leben erleichtern können. Gleichzeitig wurde aber auch uns bewusst, in welchem Luxus wir leben.“

Alina Haltiner, 15 Jahre

 

An unserer Schule laufen immer wieder soziale Aktionen, das schätze ich sehr. Selbst käme man wahrscheinlich nicht auf eine solche Idee und dennoch kann man mit relativ wenig Zeiteinsatz wirksame Hilfe leisten.

Hannah Krämer, 15 Jahre

 

Ich finde es gut, dass wir uns an diesem Projekt beteiligt haben. Es schweißt uns auch als Klasse zusammen. Was die Jugendbotschafter mit ihrem Einsatz erreichen, finde ich ebenfalls beeindruckend.

Kathinka Baurenhas, 15 Jahre

 

Für uns war es nicht wirklich viel Arbeit und für die Mädchen in Äthiopien ist unser Einsatz eine große Hilfe. Ich habe es cool gefunden, dass wir die JugendbotschafterInnen unterstützen. Es ist beachtlich, welchen Einsatz die JUBOS zeigen.

Hannah Groß, 15 Jahre