Caritas-JugendbotschafterInnen: Mit „Vollgas“ für Kinderrechte – heuer direkt in Äthiopien

15.05.17 / 12:59

Die JugendbotschafterInnen der Caritas Auslandshilfe haben sich durch verschiedenste Aktionen einen Namen gemacht. Ihr Ziel ist der Einsatz für Kinderrechte weltweit. Ihre aktuelle „Mission“: Der Bau von  Toilettenanlagen in Äthiopien. Dafür bitten sie mittels einer Crowdfunding-Aktion um Unterstützung.

 

Im Juli dieses Jahres haben die Jugendbotschafter („Jubos“) Großes vor: zwölf der insgesamt 26 JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte  reisen nach Äthiopien, um dort mit Jugendlichen eines Straßenkinderprojekts Addis Abeba verschiedene Hilfsprojekte umzusetzen und so konkret für eine Verbesserung der Lebenssituation für Kinder in der Region Meki in Südäthiopien sorgen. Geplant ist etwa das Pflanzen von Mangobaum-Setzlingen, der Bau von Toiletten an einer Schule sowie (Monats-)Hygiene-Workshops speziell für Mädchen. 

 

Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an Durchfall. Jährlich sterben weltweit mehr Kinder an Durchfallerkrankungen als an HIV/Aids, Masern und Tuberkulose zusammen“, erzählen die engagierten Jugendlichen. „2,5 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu ordentlichen Toiletten.“ Die JUBOS  fordern plakativ: „Jedem Po sein Klo!“ Die Vorarlberger Jubos werden zwei Toiletteneinheiten in der Bauphase begleiten und die Außen- und Innenwände gemeinsam mit den Kindern vor Ort farblich gestalten. Diese werden in  Graba Fila, einem Vorort von Meki im Süden Äthiopiens situiert. „Auf Grund des akuten Wassermangels bauen wir auch noch so genannte `Tippy-Taps´ - sprich mit Wasserkanistern gespeiste Waschgelegenheiten mit Seife“, berichtet Jugendbotschafterin Amelie Lässer. Zudem erläutern die Jugendlichen vor Ort ihren AlterskollegInnen in Hygiene-Workshops die Wichtigkeit des Händewaschens zur Vermeidung von Krankheiten. Auch ein Reinigungsplan soll erstellt werden, um die Sauberkeit der Toiletten zu gewährleisten. Die Kinder und Jugendlichen vor Ort tragen dieses Wissen wiederum in ihre Familien weiter.

 

270 SchülerInnen erhalten dadurch Zugang zu sauberen Toiletten. „Es sollte eigentlich gar nicht nötig sein, dass wir die Schulen in Äthiopien mit Toiletten ausstatten – denn der Zugang zu ordentlichen Toiletten ist schließlich ein Menschenrecht“, betont Jana Berchtold. „Genial wäre, wenn unser Beispiel Schule machen würde. Wenn jede Schule in Vorarlberg eine Schule in Äthiopien mit Toiletten ausstatten würde… das wär doch was“, hätte Jugendbotschafterin Kaya Kantner einen konkreten Vorschlag.

 

Infozeile

Für Fragen zum Projekt oder zu den JugendbotschafterInnen steht Projektkoodinatorin Nicole Kantner (T: 0664/2080451, E: nicole(at)upcs.at) gerne zur Verfügung.

Wer das Projekt unterstützen möchte, findet dazu auf der Crowdfunding-Plattform www.mit.einander.at/jedemposeinklo alle Infos.