Caritas unterstützt Familien beim Schulstart

29.08.17 / 17:32

Kind in rotem T-Shirt und Erwachsene Frau mit hellen Haaren sitzen an weißem Tisch und lernen gemeinsam.

Wenn nach den Ferien die Schule beginnt, ist die Freude bei den Kindern – besonders den Erstklässlern – groß. Bei den Eltern sieht es oft anders aus, stellt sie doch der Schulbeginn vor zahlreiche Herausforderungen. Die Beratungsstelle Existenz & Wohnen und die Familienhilfe unterstützen hier gezielt. Günstige Secondhand-Mode gibt es jetzt in der Carla Shops und die Caritas Lerncafés bieten konkrete Lernhilfe.

Der Schulbeginn  bedeutet für viele Familien  eine große finanzielle Belastung“, weiß Christian Beiser, Leiter der  Caritasstelle Existenz & Wohnen. „Es wenden sich deshalb verstärkt Familien an uns, weil sie Hilfe benötigen.“ Durch unbürokratische Sachhilfe wird versucht, Druck aus der Situation zu nehmen. „Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, gemeinsam mit den uns vorsprechenden Menschen nach Möglichkeiten zu suchen, ihre finanzielle Situation langfristig zu verbessern“, so Christian Beiser.

Und auch die Familienhilfe der Caritas verzeichnet zu Schulbeginn deutlich mehr Anfragen. „Es braucht gerade bei kinderreichen Familien eine gewisse Zeit, bis sich der Alltag einspielt“, sagt Doris Jenni, Leiterin der Caritas-Familienhilfe. Hier setzt die Familienhilfe an. „In der ersten Zeit sind die MitarbeiterInnen der Familienhilfe eine wertvolle Unterstützung, bis die Routine einkehrt“, weiß Doris Jenni.

Familien erhalten auch in den carla-Shops in Bludenz, Feldkirch und Dornbirn  günstige und coole Secondhand-Kleidung. Denn gerade auch diese Ausgaben machen sich im Familienbudget bemerkbar.

Damit die Kinder aus einkommensschwachen Familien für den Schulalltag gut gerüstet sind, werden sie gezielt und über das ganze Schuljahr hindurch in den sechs Lerncafés in Lustenau, Dornbirn, Lauterach, Götzis, Rankweil und Nenzing unterstützt. Im letzten Schuljahr haben dieses Angebot knapp 200 SchülerInnen angenommen. „Fast alle haben den Aufstieg in die nächste Schulstufe oder den Wechsel in eine andere Schule geschafft“, zieht Ingrid Böhler von der Caritas eine positive Bilanz. Heuer wird in den Lerncafés auch in den letzten Ferienwochen eifrig gepaukt. „Die Kinder bereiten sich damit optimal für das neue Schuljahr vor und schaffen so den Einstieg besser“, sagt Ingrid Böhler. Denn je geringer die Bildung, desto höher die Armutsgefahr. „Während 34 Prozent der armutsgefährdeten Menschen einen Pflichtschulabschluss haben, ist der Anteil der Maturanten mit 18 Prozent eher gering“, so Ingrid Böhler. „Darum ist auch Bildung der zentrale Weg, um aus der Armutsspirale zu entkommen.“

 

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