„Durch DA-Sein Familien eine Stütze sein“

19.02.18 / 14:22

Eine Familie steht im Kreis und halten gegenseitg die Hände.

Wenn Kinder oder Jugendliche lebensbedrohlich erkranken, bedeutet dies meist viel Trauer und Schmerz - für die Familie und für jene, die diesen Menschen nahe stehen. Das Team von HoKi – Hospizbegleitung für Kinder und Jugendliche – unterstützt in diesen schwierigen Zeiten.

Im Herbst 2017 hat Beatrix Berthold die Koordination von HoKi - Hospiz für Kinder – übernommen. Sie steht gemeinsam mit einem Team von 27 HospizbegleiterInnen Kindern und Familien zur Seite und ist für sie da, wenn sie von Trauer, Krankheit und Sterben betroffen sind. „Für die Kinder sowie die Familien ist es ermutigend jemand zu haben, mit dem sie diesen Weg gemeinsam gehen können. Wir beraten und begleiten zu Hause, im Krankenhaus oder in Betreuungseinrichtungen.“ Wird ein erkranktes Kind längere Zeit im Krankenhaus versorgt, bedeutet das für Mütter und Väter oft eine große Herausforderung. HoKi-BegleiterInnen sind auch hier im Einsatz und unterstützen die betroffenen Eltern. „Für trauernde Kinder und Jugendliche sind wir ebenfalls da. Stirbt beispielsweise in einer Familie ein Kind, leiden Geschwisterkinder mit.

Kinder und Jugendliche haben ihre ganz eigene Art mit Trauer, Krankheit und Sterben umzugehen. Den Kindern fehlen oft die Worte. Sie drücken ihre Trauer manchmal in einer Art aus, die für Erwachsene unverständlich ist, durch auffälliges Verhalten, Wut, Weinen, Lachen, in Stimmungsschwankungen oder zum Beispiel durch Konzentrationsstörungen. Auch für Jugendliche, die sich ohnehin schon in einer herausfordernden Umbruchphase ihres Lebens befinden, ist Trauer oft ein schwer auszuhaltender Schmerz. „Was Kinder und Jugendliche in dieser Zeit wirklich brauchen, sind Verständnis, Zuwendung und geschützte Räume“, so Beatrix Berthold.

Trauertreffs für Kinder

Mit den Trauertreffs in der Natur haben wir diese speziellen Räume für Kinder im Volksschulalter geschaffen“, sagt Beatrix Berthold. „Kreativ und spielerisch finden Gefühle hier ihren Ausdruck – auch ohne Worte. Kinder haben noch einen direkten Zugang zu dem, was die Natur erfahrbar macht. Ein Baum kann Halt geben, der weiche Waldboden tragen … Ein weites Feld der Entdeckungen wartet darauf, erkundet zu werden. Mit Spiel, Spaß, Geschichten und Freiraum für kleine Forscherinnen und Forscher. Bei einer Jause ergeben sich Gespräche oder auch ein gemeinsames Schweigen. Was kommt, darf sein. Die Gemeinschaft und die Verbundenheit ist das Tragende. Vielleicht ein wenig Trost und Geborgenheit in einer Zeit, die Angst, Tränen und Unsicherheit mit sich bringt.“ Und besonders wichtig ist ihr dabei: „Die Kinder sind willkommen, mit ihrer ganz speziellen Trauer und dem, was sie im Moment gerade mitbringen.

Trauertreffs für Kinder – die nächsten Termine:
Arbogast: 23. März, 27. April, 25. Mai und 29. Juni
Bludenz: 9. März, 13. April, 11. Mai und 8. Juni
Bregenz: 9. März, 6. April, 18. Mai und 8. Juni

Um ein Vorgespräch mit den Eltern wird gebeten.
Kontakt: Beatrix Berthold, Koordinatorin HoKi – Hospizbegleitung für Kinder und Jugendliche, 0676/88420-5112, hospiz.kinder(at)caritas.at, www.hospiz-vorarlberg.at