Erzählcafé - Geschichtsträchtiger Ort

23.04.18 / 08:43

Menschen sitzen in einem Store und hören sich einen Vortrag an

Der carla Store in der Bludenzer „Fabrik Klarenbrunn“ ist ein Ort, dessen Wände viele Jahre Unternehmensgeschichte erzählen könnten. Entsprechend groß war das Interesse bei der Führung durch das denkmalgeschützte Haus im Vorfeld zur Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereines Bludenz mit anschließendem Erzählcafé. Heute bietet die Caritas in diesem Haus wiederum 130 Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen.

Hausherr Christian Leidinger (Die Koje) sowie Karoline Mätzler, Caritas-Fachbereichsleiterin „Arbeit & Qualifizierung“ erzählten beim Rundgang vom Wandel des geschichtsträchtigen Hauses von der „Spinnerei Klarenbrunn“ in einen mit viel Liebe zum Detail und architektonisch höchst interessanten Unternehmerpark. Anschließend erzählten frühere Getzner-MitarbeiterInnen von ihren Erinnerungen an die ehemalige „Fabrik Klarenbrunn“ und konnten sich gleichzeitig ein Bild vom Wandel der Räumlichkeiten machen.

Beim Erzählcafé schwelgten PensionistInnen, die ehemals in der Firma Getzner beschäftigt waren, nochmals in Erinnerungen und ließen somit die Geschichte des Hauses neu aufleben. Wo einst viele Arbeitsplätze verloren gingen, bietet alleine die Caritas jährlich bis zu 130 am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen einen Arbeitsplatz.

Vorbeischauen lohnt sich auch sonst: Im carla Store warten circa 30.000 Produkte, von potentiellen KäuferInnen entdeckt zu werden – von Vintage über Shabby Chic und modischer Bekleidung bis hin zu günstigen Gebrauchsartikeln des Alltags. Eine Begegnungszone lädt zudem bei Kaffee und kleinen Snacks zum Verweilen ein.
Wenn BesucherInnen den carla Store verlassen, sollen sie das Gefühl haben, gut eingekauft zu haben und gleichzeitig etwas Sinnvolles für Mensch und Umwelt getan zu haben“, so Karoline Mätzler.

Nicht nur im carla Store sind langzeitarbeitslose Männer und Frauen tätig. Mit dem Projekt „Startbahn“ starten Jugendliche, die schon länger ohne Arbeit sind, so richtig durch und im „gschickt & gschwind“ erledigen MitarbeiterInnen mit Beeinträchtigung zuverlässig Dienstleitungsaufträge für renommierte Wirtschaftsunternehmen. Gemeinsam arbeiten sie unter einem Dach, kommen in Kontakt mit BesucherInnen und KlientInnen gleichermaßen und leisten einen wertvollen Beitrag für die heimische Wirtschaft. „Dieser Standort ist ein Ort des Lernens. Wir inspirieren uns gegenseitig, wir wachsen gemeinsam, wir lernen mit- und voneinander“, so Karoline Mätzler.