Das Leben feiern

09.07.18 / 14:19

Menschen grillen zum Sommerfest

Die jungen geflüchteten Menschen im Haus Said der Caritas in Bregenz haben viele Menschen um sich, die ihnen das Ankommen in Vorarlberg erleichtern. Ein Sommerfest in ihrem Zuhause nutzten sie, um „Danke“ zu sagen.

Das Team und die Bewohner des Haus Said hatte UnterstützerInnen, MentorInnen und SponsorInnen geladen und diese kamen zahlreich. Und schlussendlich hatte auch der Wettergott ein Einsehen, sodass das Grillfest großteils im Freien stattfinden konnte. Dass Stellenleiterin Margaritha Matt und ihr Team sehr viel Wert auf die Integration der jungen Menschen auf verschiedenen Ebenen legen, war an allen Ecken und Enden spürbar. Da ein herzliches Lachen, dort ein vertrauter Gruß … Berührungsängste? Fehl am Platz.

Ich lebe selbst noch nicht so lange in Bregenz, das Haus Said erlebe ich aber als sehr offenes Haus mit einem sehr offenen Team“, freut sich Besucherin Mareile Halbritter, die durch ihre Arbeit im Kunsthaus Bregenz und dem Kunstprojekt, das sie gemeinsam mit den jugendlichen Flüchtlingen umgesetzt hat, über die gute Zusammenarbeit. Sie kann selbst gut nachvollziehen, wie es ist, in der Fremde eine neue Heimat zu finden. „Auch ich war sehr dankbar, dass ich hier Menschen gefunden habe, die für mich Türöffner waren.“ Unter den Gästen auch Dagmar Forster, die als Mentorin Teil des 80-köpfigen Freiwilligenteams des Haus Said ist. „Aminullah ist Teil unserer Familie geworden und wir sehen dies als Bereicherung“, erzählt sie. Ihre Aufgabe als Mentorin sieht sie dabei ganz unkompliziert: „Er ist normalerweise am Sonntag bei uns und begleitet uns als Familie bei Ausflügen – ob in den Wildpark, beim Rodeln oder beim Fahrradfahren. Wir haben immer Spaß und ganz nebenbei verbessert er dadurch auch seine Sprachkenntnisse.

Für Stellenleiterin Margaritha Matt ist es ganz essentiell für die Integration der jungen Menschen, ob Menschen sie dabei unterstützen. „Wir sind sehr dankbar, dass uns diese engagierten UnterstützerInnen seit drei Jahren die Treue halten und durch sie so vieles möglich geworden ist. Das hilft unseren Jungs in ihrem Leben in Vorarlberg  - sie dürfen teilhaben, können mitgestalten und bekommen Einblick in die Vorarlberger Lebensweise, das alles trägt dazu bei, dass das Gefühl der Benachteiligung langsam verschwindet. So werden die jungen Menschen gestärkt für ein selbständiges und wertvolles Miteinander in unserer Gesellschaft.