Trinkwasser als wahrer Segen

10.07.18 / 13:05

Ein Mädchen sitzt an einem Teich in Äthiopien

Kein Überleben ohne sauberes Trinkwasser – Caritas setzt entsprechende Maßnahmen

Was bei uns fast selbstverständlich aus dem Brunnen fließt, ist für große Teile der Bevölkerung im Süden Äthiopiens schlicht nicht vorhanden: Sauberes Trinkwasser. Vor allem Frauen und Mädchen müssen täglich kilometerlange Fußmärsche in Kauf nehmen, um Trinkwasser für ihre Familie zu holen. Nach der Dürre im vergangenen Sommer hat die Caritas Vorarlberg im Rahmen der Katastrophenhilfe „Cash-for-Work“-Programme gestartet und damit sprichwörtlich „zwei Fliegen mit einer Klappe“ geschlagen: „950 Menschen fanden durch diese Projekte Arbeit und konnten durch die Entlohnung das Überleben ihrer Familien sichern“, berichtet Caritas-Mitarbeiter Michael Zündel, der kürzlich vor Ort im Boranaland war und die Entwicklung der Hilfsmaßnahmen verfolgte. „So wurden unter anderem Wasserauffangbecken gegraben. Diese Teiche sollen helfen, dass die Dorfbewohner bis zur nächsten Regenzeit Wasser in der Nähe ihres Dorfes holen können und nicht kilometerweite Wege zur nächsten Wasserstelle zurücklegen müssen. Die Teiche sind wahrhaft ein Segen für alle im Dorf.

Was Hänschen nicht lernt …
Laut Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) haben weltweit fast zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und riskieren damit zwangsläufig Krankheit und Tod. Allein an Durchfallerkrankungen sterben jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen. In ihren Programmen setzt die Caritas Vorarlberg deshalb auch erfolgreich darauf, gerade die junge Generation für ein entsprechendes Hygiene-Bewusstsein zu sensibilisieren. Die JugendbotschafterInnen der Caritas Auslandshilfe vermittelten beispielsweise im Zuge eines Einsatzes in Äthiopien ihren AlterskollegInnen das nötige Wissen über Hygiene und Sauberkeit bei Workshops direkt in verschiedenen Schulen des Landes. „Wir stellten beim Besuch in diesen Schulen erfreulicherweise fest, dass die Tipps sehr gut und vor allem auch nachhaltig umgesetzt worden sind und Sauberkeit und Hygiene deutlich verbessert werden konnten, ein Versprechen für die Zukunft“, zeigt sich Michael Zündel zufrieden. Mit den Spenden aus der aktuellen Hungerkampagne soll deshalb unter anderem auch dieses Programm weiter ausgebaut werden.

Caritas-Hungerhilfe

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