Ein guter Start ins Leben

26.07.18 / 14:08

Kind wird in einem Arm gehalten

Es ist nicht egal, wo ein Kind geboren wird. In weiten Teilen Äthiopiens „begleiten“ Hunger und Mangelernährung Babys und Kleinkinder vom ersten Tag an. Caritas-Auslandshilfe-Mitarbeiterin Marion Burger weiß aus ihrer Erfahrung, dass diese Situation verändert werden kann und erzählt von der Hilfe vor Ort.

Marion Burger war kürzlich für die Caritas vor Ort in Äthiopien, um verschiedene Hilfsmaßnahmen und Projekte zu koordinieren. Ihre Erlebnisse machen einerseits betroffen, zeigen aber auch auf, wie wichtig und wertvoll die Unterstützung aus Vorarlberg ist. So erzählt sie beispielsweise von einer dreifachen Mutter, die in Awassa im Süden des Landes lebt. Ihr jüngstes Kind ist acht Monate alt und war stark unterernährt. „Wir messen dies mit einem eigenen Maßband – `Rot´ bedeutet einen Armumfang von unter zwölf Zentimetern, das ist für ein Kind lebensbedrohlich.“ Das Maßband zeigt zwischenzeitlich „orange“ an. Das nach der Dürrekatastrophe im Sommer 2017 von der Caritas organisierte Nothilfeprogramm greift. „Wir wissen natürlich, dass die Spezialnahrung, die hier das jüngste Kind zugeteilt bekommt, auch für die anderen drei Kinder wertvoll wäre. Daher versuchen wir die Mutter auch mit zusätzlichen Lebensmitteln für die anderen Kinder zu unterstützen“, erklärt Marion Burger, „schließlich ist es verständlich, dass eine Mutter das Beste für alle ihre Kinder will.“  Ein weiteres Projekt zielt ebenfalls auf die Nahrungssicherung ab: „Gerade im städtischen Bereich haben Familien nur wenig Möglichkeiten, eigenes Gemüse anzubauen oder Tiere zu halten. Durch entsprechende Schulungen zeigen wir ihnen, wie sie die Erde möglichst fruchtbar machen und so gute Erträge erzielen können.

Im Kampf gegen den Hunger sind speziell Frauen und Mütter wichtige Akteurinnen. Mit den Spenden aus der aktuellen Hungerkampagne der Caritas sollen primär Ernährungssicherungs- sowie Gesundheitsprogramme  finanziert werden. Denn gerade der Zugang zu medizinischer Versorgung ist in Äthiopien ein enormes Problem, das sich besonders im Falle in Phasen von Hunger und Mangelernährung dramatisch verschärft. Marion Burger berichtet: „Mangelernährte Menschen sind wesentlich krankheitsanfälliger, besonders Kinder und Neugeborene. Durch die Verbesserung der medizinischen Versorgung  in den kleinen Ambulanzen der Region Awassa und vor allem dem Mutter-Kind-Spital in Bushulo  kann sichergestellt werden, dass Kinder und Babies  von Anfang an in der Klinik betreut werden. Zudem bietet die Entbindung in einem Krankenhaus für das Neugeborene einen erheblichen  Schutz vor einer Infektion mit  HIV/AIDS.

Jedes dritte Kind in Afrika ist chronisch unterernährt. Österreichweit hat sich die Caritas für die laufende Hungerkampagne zum Ziel gesetzt, 150.000 Kinder vor Hunger zu bewahren. Auch die Caritas Vorarlberg möchte dank der Solidarität der Vorarlberger Bevölkerung diesbezüglich ein starkes Zeichen setzen. „Wir wollen den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bieten, damit sie ihr Überleben vor Ort künftig selbst sichern können. Setzen wir gemeinsam Schritte, um den Hunger nachhaltig zu bekämpfen“, so der Aufruf von Marion Burger.

Caritas-Hungerkampagne

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Kennwort: Sammlung gegen Hunger

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