„Freue mich auf eine spannende Aufgabe“

27.07.18 / 11:57

Dieter Muther ist seit 1. Juli 2018 Stellenleiter der Werkstätte Montafon der Caritas. 32 Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen finden dort Arbeit und Tagesstruktur. Im Interview erzählt er über erste Eindrücke und künftige Ziele:

Bist du in deiner neuen Aufgabe schon gut angekommen?

Das Ankommen wurde mir durch ein eigespieltes und selbständig agierendes Team, das sehr professionelle Arbeit gepaart mit viel Herzblut leistet, sehr erleichtert. Der Zusammenhalt ist sehr gut und es sind viele langjährige MitarbeiterInnen dabei. Das ist für mich am Anfang sicherlich sehr von Vorteil. Meine Vorgängerin Irmgard Müller hat die Einrichtung vorbildlich geführt, das erleichtert mir das Ankommen zusätzlich.

 

Die Werkstätte Montafon ist im Tal fest verankert …

Absolut. Das war auch bei der Verabschiedung von Irmgard Müller – sie geht demnächst in Pension - in den Räumlichkeiten der Caritas Werkstätteim Montafon deutlich spürbar: Es waren fast alle Bürgermeister des Stand Montafon mit dabei - das war für uns ein Zeichen großer Wertschätzung ihr gegenüber. Auch in der Zusammenarbeit erlebe ich Gemeinden, Betriebe sowie die Montafoner Bevölkerung als sehr wohlwollend und unkompliziert. Im „guat und gnuag“ findet ebenfalls eine tägliche Begegnung zwischen unseren KlientInnen und der umliegenden Bevölkerung statt, was uns alle sehr freut. Inklusion ist vielleicht ein großes Wort – aber wenn ein alltäglicher Kontakt unter allen Gäste des „guat und gnuag“ selbstverständlich ist, freut uns das sehr.

 

Welche Ziele hast du dir gesteckt?

Ich möchte die Vernetzungsarbeit weiter forcieren, und im Rahmen des personenzentrierten Arbeitens auch Entlastungsangebote – etwa durch Freiwillige, eventuell auch durch MoHi-MitarbeiterInnen – ausbauen. Auch für Menschen mit Beeinträchtigung, für die ein integrativer Arbeitsplatz keine ideale Lösung ist, sollte somit dennoch eine Abwechslung außerhalb der Werkstätte und im Sinne von Inklusion stattfinden. Im „guat und gnuag“ möchten wir künftig vermehrt regionale und saisonale Zutaten verarbeiten. Und schließlich werden wir die Werkstätte Montafon in Richtung  Innovationszentrum und/oder Tageszentrum weiterentwickeln - dorthin, wo in Zukunft Bedarf besteht. Selbstverständlich ist es uns auch zukünftig sehr wichtig einen guten Ausbildungspraktikaplatz  im Rahmen des Caritasprojekts Kompass für Menschen mit Beeinträchtigung auf dem Weg zum ersten Arbeitsmarkt zu sein. 

 

Nehmt ihr auch Auftragsarbeiten an?

Natürlich immer gerne; der Bereich Dienstleistungen ist nämlich ein sehr wichtiger für unsere KlientInnen. Es geht hier um die Förderung der Selbständigkeit. Es kommen viele Gemeinden und Betriebe auf uns zu.  Fachbereichsleiter Peter Klinger, Stellenleiter Dieter Muther und die MitarbeiterInnen der Werkstätte Montafon bedanken sich bei diesen recht herzlich und dennoch sind wir aber immer wieder auf der Suche nach neuen, nachhaltigen, einfachen Auftragsarbeiten für unsere „Menschen mit Beeinträchtigung“, welche  wir gerne übernehmen. 

 

Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme per E-Mail unter dieter.muther(at)caritas.at oder telefonisch unter 0676/884202210.

 

Zur Person:

Dieter Muther

Jahrgang: 1965

Wohnort: Bludenz

Familie: Verheiratet, 1 Sohn (25 Jahre)

Ausbildung: Abgeschlossene Studien Gesundheitsmanagement und Pflegemanagement, derzeit kurz vor Abschluss Studium „Social Work“