„Weil Nachhaltigkeit uns alle etwas angeht!“

26.11.18 / 15:33

„Wir, die Jugendbotschafter für UN-Kinderrechte & SDG der Caritas Auslandshilfe, setzen uns für eine nachhaltigere Welt ein. Wir machen uns für Kinderrechte weltweit sowie die `SDG´s´ stark. Unser Motto: `Laber net, tua was!´"

17 Ziele für eine bessere Welt, dafür stehen die  „Sustainable Development Goals (SDG´s)“ oder „Global Goals“, die die UNO definiert hat. „Es geht darum, dass alle Staaten aufgefordert sind, die Herausforderungen der Welt gemeinsam zu lösen“, erläutert Corinna Heinzle. Diese Ziele sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden.

Schwieriges leicht erklärt
Verwirrend? Genau diese „Global Goals“ werden auch im Bildungs-Musical „Solve it – Die Zeit läuft!“ thematisiert. Eine packende Story über unsere Zukunft, die heute schon verloren ist, wenn wir nichts ändern. Mit cooler Musik, Tanz und ganz viel Herz stehen sie für ein Umdenken ein. „Bienen und Schmetterlinge sterben aus, Gletscher schmelzen und die Algen im Meer blühen. Menschen sterben an den Folgen von Fettleibigkeit während unzählige andere verhungern“, so die Jubos. „Klimawandel, Kriege, Flüchtlingswellen – rings um uns Warnungen, die nicht deutlicher sein können!“ Das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, genau hier setzt das Musical an. „Unser Ziel ist es, möglichst viele für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und zum Umdenken und Nachdenken anzuregen“, sagt Darja Jörg.
 „Mit unserem Musical machen wir Schüler in kreativer Form fernab der Klassenzimmer mit den Inhalten der Globalen Nachhaltigkeitsziele vertraut, und unterstützen gleichzeitig die Lehrer bei ihrem Bildungsauftrag,“ erläutert Produzentin Nicole Kantner. „Jeder Mensch auf Erden – selbst die faulste Socke – ist Teil der Lösung! Lassen wir die Kinder und Jugendlichen diese wichtige Rolle antreten, indem wir sie auffordern, die Zukunft – ihre Zukunft – positiv mitzugestalten!“

Über 2.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben das Musical heuer im Frühjahr gesehen, auf Grund der großen Nachfrage, gibt es am Dienstag, 18. Dezember, zwei Zusatzvorstellungen im Kulturhaus Dornbirn. Während die Vormittagsvorstellung bereits ausverkauft ist, können für die Vorführung um 14.30 Uhr unter musical(at)caritas.at noch Karten reserviert werden.

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Wer das Musical „Solve  it - die Zeit läuft“ noch nicht gesehen hat, hat am 18. Dezember nochmals die Chance dazu.

Umfrage:
Warum sind die globalen Ziele (SDG) so wichtig?

Ich finde das Thema SDG wichtig, weil sie die Ziele sind, um die Welt positiv zu verändern! Meine Schule (BAfEP Zams) hat sich nach dem Besuch einer unserer Musicalvorstellungen heuer vorgenommen, ein Projekt zu den SDG zu machen und wir sind schon mitten drin! Es sollten viel mehr beziehungsweise alle Schulen in Österreich die SDG in die Schule bringen, damit wir eine Chance haben, diese Ziele bis 2030 zu erreichen.
Jonas Nenning, Jugendbotschafter & Hauptdarsteller bei Solve it

„Solve it“ vermittelt auf spannende, kreative Weise die Inhalte der SDGs und ist somit die optimale Ergänzung zum Theorieunterricht. Zudem zeigt das Musical eindrücklich, wie wichtig es ist, jetzt zu handeln  und  jeder von uns einen Beitrag leisten kann. Ich möchte den Schüler motivieren, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen.
Julia Jörg BAfEP Feldkirch

Bei den „Aktionstagen Österreich“ wurde „Solve it“ unter 480 Projekten zum Gewinnerprojekt gevotet! Im Juli 2018 konnte ich gemeinsam mit Nico Kantner stellvertretend für das „Solve it“- Team als Preisträger zum UN High-Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) nach New York reisen. Ich bin schon gespannt: Österreich wird 2020 erstmals – als einer der letzten Staaten – einen Bericht vorlegen müssen!
Corinna Heinzle, Jugendbotschafterin & Choreographin von „Solve it“

Jeder von uns beeinflusst täglich durch sein Verhalten die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Es liegt an uns sie umzusetzen, vom Kleinkind bis zum älteren Menschen.
Michael König, Landeskoordinator Entwicklung & Zusammenarbeit

Projekte

Laber net, tua was“
Du bist gefragt!
Die Arbeit der Jugendbotschafter ist sehr wertvoll, weil sie aktiv etwas in ihrem Umfeld verändern wollen und nicht zuletzt auch unseren Politikern klar signalisieren wollen, dass das Thema Beteiligung von Jugendlichen unumgänglich ist. Unsere Jugend macht vielleicht nur 25 Prozent der Weltbevölkerung aus, aber sie ist immerhin 100 Prozent Zukunft! Laber net, tua was!

Wir essen die Welt
Ausstellung in der inatura Dornbirn
Viele denken, der Hunger ist ganz weit weg von uns, dabei beeinflussen wir mit unserem täglichen Konsum die Lebensmittelpreise! Die  inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn lädt aktuell gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg zu einer Weltreise auf den Spuren unserer Lebensmittel ein. Die Jubos waren an der Gestaltung der Ausstellung mit beteiligt. Geöffnet hat die Ausstellung übrigens täglich von 10 bis 18 Uhr.

„drastic plastic“
Schule ohne Plastik
„Jährlich werden an Österreichs Schulen über sechs Millionen Einweg- Plastikflaschen weggeschmissen, das erlebe ich auch selbst“, erzählt Alexandra Seybal von der „Aktion kritischer Schüler_innen“. „Um Schulen nachhaltig zu gestalten, ist ein Bewusstsein dafür zu schaffen ein erster Schritt. Und genau das macht dieses tolle Projekt voller engagierter Jugendliche. Denn wenn es nicht die Erwachsenen machen, dann müssen wir Jungen es halt selbst in die Hand nehmen.“

Projekte in Äthiopien
Mangobäume für Afrika
2017 konnten die Jugendbotschafter nach intensiver Fundraising-Aktionen ihre Projekte Schwerpunktland der Caritas Auslandshilfe umsetzen. Es wurden  Mangobäume gepflanzt, Catchies genäht (Projekt zur Monatshygiene für Mädchen), Schultoiletten finanziert, und Hygieneworkshops durchgeführt.
Im Juli 2019 ist der nächste Auslandseinsatz geplant. Engagiere dich und sei dabei!

Keksle backen
Mit gutem Gewissen sinnvoll naschen
„Mit dem Erlös unserer ökologischen X-MAS-Keksle-Aktion finanzieren unsere  Äthiopienprojekte. Durch die tolle Unterstützung & Zusammenarbeit mit Leo Simma  versuchen wir ausschließlich biologische Produkte zu verwenden“, sagen die Jugendbotschafter. So befindet sich zum Beispiel in unseren Keksleteigen beispielsweise Urdinkelmehl. „Unsere Keksle-Aktion ist ökologisch und hilft bei der Gesundheitsvorsorge im Süden Äthiopiens.“

UN-Kinderrechte
Für Rechte stark machen
Die Teilnahme an Wettbewerben (beispielswiese vom BMFJ) unterstützt neben anderen Projekten die Bekanntmachung der Kinderrechte.  „Es macht einfach einen großen Unterschied macht, wo man geboren wird. Helft uns dabei, unsere Stimme für Kinder & Jugendliche, die nicht unsere Möglichkeiten haben,“ so die Jugendbotschafter.  Die Bekanntmachung der Kinderrechte ist wichtig, denn auch in Österreich gibt es nach wie vor häusliche Gewalt und Kinderarmut.

„Tomodatschis Reise“
Ein Kinderbuch
Vier Jugendbotschafterinnen haben die Mitmachgeschichte  liebevoll und für Kinder sehr ansprechend illustriert. So kann jedes Kind die Geschichte Zuhause nachspielen und den Ausgang  der Geschichte durch die beigelegten Kärtchen individuell beeinflussen. Das Buch bietet Pädagogen ein Leitfaden zur Erarbeitung der Themen: Flucht und Gleichbehandlung, und eignet sich zur Umsetzung als Theaterstück.

UN-Riesenkinder
Ausstellung zu Kinderrechten
Seit 2015 tourt die Wanderausstellung  „UN- Riesenkinder“, die jeweils die zehn Grundrechte der Kinderrechtskonvention repräsentieren. Die Riesenkinder haben eine Höhe von circa 2,7 Meter, und sind nicht nur aufsehenerregend groß, sondern dienen auch als Litfaßsäule, auf welcher Fakten rund um die entsprechenden Kinderrechte zu entdecken und nachzulesen sind.  Neben der Ausstellung an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen, waren die Riesenkinder im Februar 2017  in die UNO und dem Parlament Wien zu sehen, sowie im Februar 2018 in der UNO in Genf.

Workshops und Musical
Schwieriges leicht erklärt
Die Jugendbotschafter versuchen schwierige Themen zu vereinfachen und für Schüler und Jugendliche interessant in interaktive Workshops zu verpacken.
Kein Thema ist ihnen zuwider! Die Grundrechte- der Kinderrechtskonvention wurden beispielsweise mit dem Musical „Stand up“ zahlreichen Kindern und Jugendlichen aufbereitet. Auch Themen wie (virtuelles) Wasser, Kriege weltweit, SDG,  „Wir essen die Welt“, Flucht und Integration zählen zu Workshop Angeboten der engagierten Jugendlichen.