Kinderkampagne der Caritas: Die Sonne weiter zum Strahlen bringen

27.01.19 / 08:00

„Emils Kleine Sonne“ in der armenischen Stadt Gjumri ist ein strahlender Punkt. Das Förderzentrum ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung und ihren Familien ein ganz neues Leben. Die diesjährige Kinderkampagne der Caritas unterstützt sie auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.

Es herrscht nicht nur bei uns tiefster Winter, auch in den Dörfern und Städten Armeniens weht ein eisiger Wind. Doch während wir uns in unsere warmen Häuser zurückziehen können, haben viele ArmenierInnen keine warme Stube in den schlecht isolierten Wohnungen, um der Kälte zu trotzen. Denn ein Viertel der Bevölkerung lebt hier in absoluter Armut und spürt Winter wie Sommer die soziale Kälte. Besonders trifft es Familien, die ein beeinträchtigtes Familienmitglied haben, denn Ausgrenzung, Hoffnungs- und Perspektivenlosigkeit sind tägliche Begleiter.

Das moderne Förderzentrum „Emils Kleine Sonne“ ist da ein strahlender Punkt in der Stadt Gjumri. Dort wird den Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung ein ganz neues Leben ermöglicht. Die meisten dieser Kinder stammen aus sehr armen Verhältnissen. Doch die Sonne, die symbolisch für das Förderzentrum steht, strahlt weiter in die Familien der Kinder, die vielfach kaum Geld zum Leben haben und für die ein Zentrum wie dieses eine große Entlastung ist – finanziell, aber auch emotional.

Stärken und Talente fördern

Zu einem beliebten Treffpunkt ist seit der Eröffnung vor ein paar Monaten die neue „Aregak Café Bäckerei“ mitten im Zentrum von Gjumri geworden. Es ist neben „Emils Kleiner Sonne“ das zweite Vorzeigeprojekt nach westlichen Standards, das Barrieren und Vorurteile abbaut und weit über die Grenzen der Stadt hinaus strahlt.
Die Bäckerei bietet Arbeit und Ausbildung für Menschen mit Beeinträchtigung in einem barrierefreien Gebäude. Einer von ihnen ist Mikail. Die Diagnose bei seiner Geburt lautete „Down Syndrom“, schon früh wurde er in „Emils Kleiner Sonne“ gefördert. Zwischenzeitlich ist er ein selbstbewusster junger Mann geworden. Und er bekam die Chance, in der „Aregak Café Bäckerei“ das Bäcker-Handwerk zu erlernen und dort zu arbeiten. „Als ich noch ein Kind war, haben mir meine Eltern geholfen. Jetzt bin ich Bäcker und verdiene selbst. Ich habe jetzt einen eigenen Lohn und kann meine Familie unterstützen“, so der junge Mann.

Gesellschaft verändert

Projekte wie „Emils Kleine Sonne“ und auch die „Aregak Café Bäckerei“ sind es, die das Leid der Betroffenen beenden und ihnen neue Perspektiven schenken. „Da hat das Förderzentrum eine Vorreiterrolle. „Emils Kleine Sonne“ hat die Gesellschaft hier in Armenien verändert. Menschen mit Beeinträchtigung werden zunehmend integriert“, berichtet Tigranuhi Akopyan, die das Förderzentrum leitet. Lachen ist größer Leiden – die Solidarität mit den Kindern sorgt dafür, dass dieses Lachen nicht versiegt. Helfen wir gemeinsam!

Kinderkampagne der Caritas Vorarlberg

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Kennwort: Kinder in Not 2019
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