Nach Zyklon in Mosambik: „Es fehlt an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten“

25.03.19 / 10:32

Auslandshilfe Caritas Vorarlberg entsendet Morgen mit Harald Grabher einen Experten, um Nothilfe vor Ort zu koordinieren.

Vor einer Woche zerstörte Zyklon Idai weite Teile Mosambiks, auch die Nachbarländer Simbabwe und Malawi sind betroffen. Nach und nach wird das schreckliche Ausmaß der Katastrophe sichtbar: Vor allem die Stadt Beira mit rund 500.000 Einwohnern und die umliegenden Dörfer wurden schwer beschädigt. Die betroffenen Regionen kämpfen seit Tagen mit schweren Regenfällen und damit einhergehenden Überschwemmungen. Mosambik ist seit vielen Jahren ein Partnerland der Caritas Vorarlberg. Für die Soforthilfe vor Ort werden Spenden dringend benötigt.

Weite Teile unserer Partnerregion sind zerstört und stehen unter Wasser. Die Ernte verfault auf den Feldern, das hat verheerende Folgen für die Bevölkerung“, berichtet der Leiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, Martin Hagleitner-Huber. „Nothilfe für die betroffenen Menschen wird dringend benötigt. Es fehlt vor allem an Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamenten. Auch Notunterkünfte müssen schnell geschaffen werden, um die obdachlos gewordenen Menschen vor der Witterung zu schützen. Vor allem Kinder, Schwangere und alte Menschen brauchen rasch Hilfe.

Nothilfe und Wiederaufbau

Weit mehr als tausend Tote werden in Mosambik befürchtet, viele Menschen werden noch vermisst. „Allein im Krankenhaus der zweitgrößten Stadt Mosambiks, Beira, haben 160 Menschen den Zyklons nicht überlebt, darunter auch fünf Neugeborene. Laut unseren Informationen sind bis zu 400.000 Menschen obdachlos.“ Dramatisch sind auch die längerfristigen Folgen: „Die Menschen haben ihre Nahrungsvorräte und ihr Kleinvieh verloren. Schulen und Gesundheitsstationen sind schwer getroffen. In unseren Internatsschulen müssen die Kinder und Jugendlichen bei heftigen Regenfällen im Freien übernachten. Sie sind den nach wie vor anhaltenden Regenfällen schutzlos ausgeliefert. Zudem wird der Ausbruch von Epidemien befürchtet“, so Martin Hagleitner Huber. Gemeinsam mit Partnerorganisation vor Ort leistet die Caritas Soforthilfe. Der Vorarlberger Katastrophenhelfer Harald Grabher ist diese Woche gemeinsam mit einem weiteren Kollegen der Caritas Österreich direkt vor Ort um die Nothilfe zu koordinieren.
Längerfristig setzt die Caritas Maßnahmen zum Wiederaufbau der Existenzen der betroffenen Bevölkerung – beispielsweise durch die Anschaffung von landwirtschaftlichen Geräten, die durch den Zyklon ebenfalls zerstört wurden. „Dafür werden dringend Spenden benötigt“, so der Appell von Hagleitner-Huber.

Nothilfe nach Zyklon in Mosambik - so ist Hilfe möglich:

Caritas Vorarlberg, Raiffeisenbank Feldkirch, IBAN AT 32 3742 2000 0004 0006
Kennwort: Wirbelsturm Mosambik
Online-Spenden: www.caritas-vorarlberg.at