Mosambik: Anhaltender Regen verschärft die Lage

26.03.19 / 08:31

Harald Grabher, Mitarbeiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, ist seit Sonntag vor Ort in der Krisenregion in Mosambik, um die lokale Caritas bei der Koordination der Nothilfe zu unterstützen. Sein erster Lagebericht: „Es fehlt an allem: Keine Lebensmittel, kein Trinkwasser, fehlende Medikamente.“

Vorrangig ist momentan die Versorgung der Bevölkerung mit dem nötigsten, die Caritas arbeitet hier vor Ort sehr eng mit der Hilfsorganisation Esmabama zusammen. Zu allem Überfluss droht nun der Ausbruch der Cholera: „Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass durch Wasser übertragene Krankheiten die Katastrophe noch größer macht“, berichtet der Direktor der Hilfsorganisation Esmabama, Fabrizio Graglia von der Lage vor Ort. „Für die nächsten Tage sind weitere Regenfälle vorhergesagt, Trinkwasser und Nahrungsmittel sind momentan am dringlichsten.“ Neben der Krisenregion rund um die Stadt Beira werden auch große Schäden im Umland der Missionsstationen Barada und Estaquinha im südlichen Teil der Provinz Sofala befürchtet – diese Stationen werden von der Caritas Vorarlberg seit vielen Jahren unterstützt. Die Regierung Mosambiks hat den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. Schätzungen sind nach wie vor schwierig, die Sprache ist von hunderttausenden Menschen, die obdachlos geworden sind. Die UN prognostiziert, dass mit den anhaltenden Regenfällen weitere 350.000 Menschen in den Risikogebieten von Überschwemmungen gefährdet sein könnten. Nach wie vor fehlt Fabrizio Graglia auch ein Lebenszeichen von über hundert MitarbeiterInnen. „In der schwer verwüsteten Hafenstadt Beira sind zwischenzeitlich viele Helfer eingetroffen, jetzt gilt es, die Infrastruktur wieder aufzubauen und die Menschen zu versorgen.“

Nothilfe startet


Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Esmabama und der Caritas Mosambik soll die Hilfe in drei Phasen umgesetzt werden: Die Bereitstellung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln sowie Treibstoff für Generatoren und Transportfahrzeuge, die medizinische Versorgung und schließlich die Unterstützung beim Wiederaufbau. „Wir schätzen, dass wir durch unsere Hilfe 10.000 Haushalte mit 50.000 betroffenen Menschen unterstützen können“, berichtet Harald Grabher. Schnelle Hilfe sollen auch die rund tausend Kinder und Jugendlichen in der „Internatsschule Esmabama“ erhalten, auch hier wird die Lebensmittelversorgung knapp. „Wir rechnen damit, dass die Bevölkerung rund ein Jahr lang unsere Hilfe braucht – mit dem Einbringen der nächsten Ernte wird die Lage ein wenig entschärft“, hofft der Leiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, Martin Hagleitner-Huber, dass die Vorarlberger Bevölkerung die geplante Hilfe durch Spenden mitträgt. „Wir müssen jetzt rasch helfen und die Menschen mit dem Notwendigsten – Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikel – versorgen. Jeder Euro zählt.“

Nothilfe nach Zyklon in Mosambik - so ist Hilfe möglich:

Caritas Vorarlberg, Raiffeisenbank Feldkirch, IBAN AT 32 3742 2000 0004 0006
Kennwort: Wirbelsturm Mosambik
Online-Spenden: www.caritas-vorarlberg.at