Nur gemeinsam kann es gelingen

10.05.19 / 10:20 - 10.05.19 / 10:20

„Caring Community“ – ein sperriger Begriff für ein Vernetzungskonzept, das aufzeigt, wie eine sorgende und fürsorgliche Gemeinschaft in Gemeinden, Pfarren oder Stadtteilen funktionieren kann und warum es immer wichtiger wird, für seine Mitmenschen Sorge zu tragen. Im Rahmen einer Fachtagung stellte die PfarrCaritas kürzlich mit zwei bekannten Referenten die Idee hinter „Caring Community“ vor.

Nicht jeder Mensch hat das Glück, ein gut funktionierendes soziales Netz um sich herum zu haben. Einsamkeit wird zum zentralen Thema. Immer wieder gibt es Menschen, die einsam oder alleine sind und aus verschiedensten Gründen nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Referent und Gerontologe Thomas Klie bringt es auf den Punkt: „Caring Community ist letztlich das Ringen um ein gutes Leben für alle Menschen– von Geburt an bis zum Tod. Das umfasst die Stärkung der lokalen Sorgenetze, das Zusammenspiel von professioneller und `informeller` Sorge, vor allem aber auch die entsprechende Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen.“ Auch für Caritasdirektor Walter Schmolly steht Caring Community dafür, dass die Bedürftigkeit und die Not eines Menschen nicht ungesehen bleiben und „dass die Menschen wach und berührbar sind für das, was sich in ihrem Umfeld tut. Dass sie bereit sind, ihren Beitrag der solidarischen Mit-Sorge zu übernehmen. Gerade in Zeiten der Unsicherheit ist es wichtig, diese Aspekte zu stärken“.

Neue Wege beschreiten
„Für mich persönlich bedeutet Caring Community, darauf vertrauen zu können, dass ich unabhängig von meiner Lebenssituation vertrauensvolle, lebendige Beziehungen habe, die aber über die Familie hinausgehen. Viele Menschen engagieren sich freiwillig in den Gemeinden in den unterschiedlichsten Bereichen, was ein diverses Angebot ermöglicht. Dennoch gibt es Menschen, die noch nicht so im Alltag teilnehmen können. Deshalb sehe ich die Chance des Projekts LE.NA darin, das Bestehende besser sichtbar zu machen und mehr zu vernetzen. Gleichzeitig besteht der Wunsch, die Offenheit zu bewahren um sich auf das Überraschende und Unerwartete des Lebens einzulassen. Diese Offenheit birgt ebenso die Chance neue Wege zu finden“, so Dr. Klaus Wegleitner, der zweite Referent des Vormittages.

Viele Pfarren, Gemeinden und Freiwilligen-Netzwerken versuchen, dies umzusetzen und einsame Menschen wieder in die Mitte zu holen. Die PfarrCaritas möchte dabei unterstützen und mit der Initiative LE.NA die Nachbarschaft stärken.

LE.NA
LE.NA steht für lebendige Nachbarschaft, die überall ist, wo Menschen Lust auf Gemeinschaft haben, Sorge füreinander tragen, Hilfe anbieten, einander besuchen oder Begegnung ermöglichen. Gemeinsam mit den Pfarren und Gemeinden vor Ort möchte die PfarrCaritas Ideen für eine lebendige Nachbarschaft entwickeln, die unterschiedlichsten Initiativen initiieren, mitgestalten und bei deren Start unterstützen.

LE.NA – lebendige Nachbarschaft

Freiwillige schenken Zeit und bringen ihre Begabungen ein, bei einem Kartenspiel, beim Vorlesen, bei einem Spaziergang oder einem guten Gespräch…
Sowohl die BesucherInnen als auch die Besuchten, können aus unterschiedlichen Teams auswählen.

Café LE.NA!

Zusammen Kaffee trinken, Plaudern, miteinander singen, musizieren und spielen, neue Kontakte knüpfen, einfach zusammen-sein ….
Café LE.NA ist ein unkomplizierter Treffpunkt, wo Menschen ohne Konsumzwang zusammenkommen und Gemeinschaft erfahren.

Kontakt und Informationen:

Nina Köhlmeier:    M 0676/88420 4021, E nina.koehlmeier(at)caritas.at
Ulrike Haßler:    M 0676/88420 4019, E Ulrike.Hassler(at)caritas.at

www.caritas-vorarlberg.at