Große Bühne für junge Talente

19.11.19 / 08:57

„Laber net – tua was! Vorarlberg hot Talent“ – Die erste Talenteshow in Vorarlberg im Hofsteigsaal in Lauterach zugunsten des Straßenkinderprojektes Procs in Äthiopien begeisterte nicht nur die hochkarätige Jury sondern auch das Publikum.

„Wir wollten etwas von Kindern für Kinder organisieren.“ Jenny, Corinna und Lisa sind Jugendbotschafterinnnen der Caritas Auslandshilfe. Am 20. November jährte sich die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zum 30. Mal. Anlässlich dieses Jubiläum stellten sie die erste Talenteshow im Ländle unter dem Motto „Vorarlberg hot Talent“ auf die Beine. Und das Programm konnte sich sehen lassen: 19 Solisten und Gruppen aus Vorarlberg standen auf der Bühne und zeigten, was für Talente in ihnen stecken. Von Musik, Tanz, Gesang, Akrobatik bis zu Zauberei – vom selbstgeschriebenen Song bis zur Cover-Version – die Vorführungen waren so vielseitig wie auch das Alter, von der vierjährigen Tänzerin bis zum 21-jährigen Sänger.
Und genau von dieser Vielseitigkeit der vielen Talente zeigte sich auch die hochkarätige Jury bestehend aus der Journalistin Verena Daum, DSDS-Star Philipp Kanjo, Michael König von der EZA  Land Vorarlberg, Sängerin und Songwriterin Ina Wolf und Aaron Wölfling von der „Fridays For Future“ Bewegung begeistert.
Hauptgewinner des Abends ist aber war Straßenkinderprojekts Procs (Protection & Respect for Children On the Street) in Addis Ababa, Äthiopien – einem Partnerprojekt der JugendbotschafterInnen, dem der gesamte Erlös der Talenteshow  zugutekommt. „Vorarlberg hot Talent bot für mich eine gute Gelegenheit, vor einem großen Publikum zu performen und auch einmal etwas zu wagen und sich zu trauen“, so Lisa Ender, die sich mit ihrem Adele-Song mitten in die Herzen des Publikums sang.

Kinderrechtsverletzungen weltweit…
Es ging dabei nicht nur um die Chance, auf der Bühne sein Talent zu zeigen, sondern um den Gedanken, der sich dahinter verbirgt. Jede/r TeilnehmerIn wurde von uns im Vorfeld gefragt, welches  Grundrecht der Kinderrechtskonvention ihm ganz persönlich am Herzen liegt.

Bunter Abend für PROCS
Das Projekt Procs in Äthiopien beherbergt ausschließlich Kinder, deren Kinderrechte verletzt wurden, deren Körper von Gewalt und Kinderarbeit gezeichnet sind, Kinder die weder fließend Wasser -  noch ein eigenes Bett zum Schlafen haben. Kinder, deren Eltern sich keine Schulmaterialien und Uniformen leisten können, bekommen bei Ananas Girmai nicht nur schulische Unterstützung, und eine warme Mahlzeits gestellt, sondern auch Mut, Spiel & Freizeit, Hygiene, Selbstbewusstsein und Fleiß  vermittelt. Durch die ganzheitliche Betreuung von betroffenen Familien, schaffen es Procs-Kinder, von der Straße wegzukommen, mit anderen Kindern in der Schule mitzuhalten, um später studieren zu können, oder eine tolle Lehrstelle zu bekommen.


„Weil wir die Welt ein bisschen besser machen können“


Mach mit als JugendbotschafterIn der Caritas Auslandshilfe für UN-Kinderrechte & SDG!


Warum haben die JugendbotschafterInnen so kreative Ideen? Organisierten die erste Talente-Show Vorarlbergs, produzierten ein Kinderbuch, schreiben Briefe nach Addis Abeba, pflanzten über 500 Mangobäume in Äthiopien, verbringen ihre Freizeit mit Filmclips und Pressekonferenzen, bauten zehn Stück drei Meter hohe Riesenkinderfiguren, brachten die komplexen Themen der Kinderrechtskonvention und Inhalte der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung in Form von Musicals auf die Bühne? Warum diskutierten sie an der UNO in New York über Monatshygiene, backten über 300 kg Bio-Kekse, frühstückten mit Bundespräsident Van der Bellen, sitzen sie an gewissen Tagen in fremden Schulklassen, unterstützen die Fridays-For-Future-Bewegung, verzichten ein Mal im Monat auf langes Ausschlafen und organisierten eine PET-Flaschen-Parade?

Die Antwort der JugendbotschafterInnen der Caritas Auslandshilfe ist so simpel wie kurz: „Uns JugendbotschafterInnen ist es nicht egal, wie die Erde Morgen aussieht. Es liegt und am Herzen, dass alle Kinder und Jugendlichen weltweit eine gerechte Chance auf ein gutes Leben haben.“

„Jede und jeder, die/der ausgefallene Ideen hat, öffentlichkeitswirksame Aktionen planen will, sich gerne sozial engagiert, querdenkt und diese Welt noch nicht aufgegeben hat, ist bei uns goldrichtig! Alle die nachhaltig denken, gerne etwas auf die Beine stellen möchten, wofür es Unterstützung braucht, alle die nicht nur gerne diskutieren sondern auch Sachen anpacken: Meldet euch! Wir sind bereit unser Team zu vergrößern!“
Kontakt: Projektleitung Nicole Kantner, T. 0664/2080451, E: nicole(at)upcs.at

 

Umfrage: Dein ganz persönliches Highlight in der Zeit als JugendbotschafterIn?

Als Jugendliche ein eigenes Projekt im Ausland auf die Füße zu stellen – das klingt ein bisschen utopisch. Dass das jedoch sehr wohl möglich ist, stellten wir Jugendbotschafter mit unserem Projekt „Jedem Po sein Klo“ unter Beweis, bei dem wir durch verschiedenste Aktionen Geld sammelten und damit Schultoiletten in Äthiopien finanzierten, die wir vor Ort begutachteten. Für mich ist dies eines der Highlights meiner Jugendbotschafterjahre, ich konnte so viel Neues lernen und es war schön, die Ergebnisse unserer Arbeit persönlich sehen zu können. 
Jana Berchtold

Seit drei Jahren bin ich nun Teil der Jugendbotschafter und könnte unzählige Dinge nennen, die mein Leben in dieser Zeit bereichert haben. Es wird uns Jugendlichen ermöglicht Ideen einzubringen, uns zu engagieren und eigene Projekte, wie beispielsweise ein komplett selbst organisiertes, nachhaltiges Charity-Dinner auf die Beine zu stellen. Da ein Schwerpunkt unserer Äthiopienprojekte auf Hygiene und Gesundheit liegt, beschäftigen wir uns derzeit mit der weltweiten sanitären Grundversorgung, was mich persönlich sehr interessiert.
Laura Wachter

Mit dem Bau unserer zehn Riesenkinder haben wir die zehn Grundrechte der UN-Kinderrechtskonvention auf eine besondere Art und Weise präsentiert. Mir gefällt, dass keiner an ihnen vorbeilaufen kann, ohne sie nicht zu bemerken, man muss einfach hinsehen. Unsere Botschaft ist es auch, Kinder symbolisch größer darzustellen, als sie wirklich sind und ihren Stimmen mehr Kraft zu geben.
Lena Feurstein


Kindern zu helfen und ihnen eine Stimme zu geben, ist das wichtigste für mich. So oft werden Jugendliche nicht gehört bzw. nicht wahrgenommen. Durch die JugendbotschafterInnen habe ich eine Stimme bekommen und kann so aktiv daran mitarbeiten, die Welt Stück für Stück zu einer besseren zu machen! Ein Beispiel ist  „Vorarlberg hot Talent“ - eine Benefizveranstaltung für PROCS. Ich habe viele Kinder von Procs bereits persönlich kennengelernt und bin stolz, dass wir alles mithilfe der Caritas organisieren konnten, um die Kinder zu unterstützen!
Jennifer Kidd

Seit ich mich bei den Jugendbotschaftern engagiere, konnte ich viele tolle Erfahrungen sammeln. Sehr eindrücklich war für mich die Reise nach Genf in die Vereinten Nationen, wo wir unsere Kinderrechteausstellung präsentieren durften und sogar unseren Bundespräsidenten kennengelernt haben. Auch hier im Ländle setzen wir uns neben den Kinderrechten auch für „Drastic-Plastic“: weniger Plastik an Schulen ein und lernen bei Workshops, Vorträgen und Interviews  bei allen Themen sehr kritisch zu sein, unseren Standpunkt zu vertreten und aus uns herauszukommen.