Mitten in Bludenz angekommen

10.01.20 / 10:00

In der Kapuzinerstraße mitten in Bludenz hat die Caritas Vorarlberg eine neue Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigung bezogen. Ein Besuch im Haus zeigt: Die BewohnerInnen sind angekommen und fühlen sich im neuen Haus sehr wohl.



„Die Wohngemeinschaften in Nenzing und Thüringen sind in die Jahre gekommen, umfangreiche bauliche Maßnahmen wären notwendig gewesen“, erklärt Peter Klinger, Fachbereichsleiter Assistenz und Teilhabe. „Inklusion ist ein großes gemeinsames Anliegen der Vereinten Nationen, Bund, Land, Gemeinden und Caritas. Uns ist es wichtig, adäquate Wohnformen für die Menschen mit Beeinträchtigungen zu ermöglichen - wo möglich durch teilbetreute oder selbstständige, wo notwendig durch vollbetreute Wohnformen.“

 


Peter Klinger weiter: „Durch eine äußerst positive Jury-Bewertung dieses Projekts wurden die Baukosten fast zur Gänze von der europäischen Union sowie dem Sozialfond des Landes und den Gemeinden finanziert. Damit kommt es zu einer Bündelung der beiden Wohngemeinschaften und zu einer Reduzierung der vollbetreuten Wohnform.“ Insgesamt steht Wohnraum für zehn Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung, zudem verfügen wir über drei Zimmer als Entlastungsangebot.“ Durch die räumliche Nähe zur Stadt und zur Werkstätte der Caritas wird die Selbständigkeit der BewohnerInnen gefördert und Teilhabe ermöglicht.



Für Stellenleiterin Brigitte Scheidbach und ihr Team war die Übersiedelung eine große Herausforderung, die sehr gut gemeistert wurde. „Solche Übergänge sind für die Menschen mit Beeinträchtigung oft sehr schwierig und erfordern viel Feingefühl“, erzählt sie, dass die BewohnerInnen von Anfang an mit einbezogen wurden. „Das neue Haus ist komplett barrierefrei, das bringt große Vorteile mit sich.“  



„Hier möchte ich bleiben“


Edith führt beispielsweise stolz durch ihr neues Klein-Appartement. „Ich mag es, wenn ich nach der Arbeit in der Werkstätte ein bisschen Ruhe habe. Deshalb kann ich auch in meinem eigenen Zimmer essen. Wenn ich Lust habe, kann ich trotzdem zu den anderen runtergehen.“ Ganz alleine möchte sie hingegen nicht wohnen. „Dazu wäre ich zu ängstlich.“ Ihr neues Umfeld genießt auch Elisabeth: „Es ist eine sehr schöne Wohnung, die wir hier haben. Ich konnte vieles in meinem Zimmer selbst gestalten, teilweise haben wir auch neue Möbel dafür gekauft.“ Für die beiden ist jedenfalls fix: „Wir möchten hier immer wohnen bleiben.“