Energiespar-Check „entlarvt“ Stromfresser

02.03.20 / 11:08

Am 5. März ist der internationale Tag des Energiesparens. Für viele Klient*innen in der Caritas Beratungsstelle „Existenz & Wohnen“ sind Strom- und Energieverbrauch nicht nur ein ökologisches Thema, sondern in erster Linie ein finanzielles. Das Angebot des Energiespar-Checks, das die Caritas Vorarlberg gemeinsam mit den Kooperationspartnern illwerke vkw und Energieinstitut Vorarlberg anbietet, ist hier eine wertvolle Entlastung des Haushaltsbudgets.



„Im vergangenen Jahr führten wir 214 Energie-Beratungen durch, das ist ein Plus gegenüber dem Jahr 2018 von mehr als 17 Prozent“, so Fachbereichsleiter Michael Natter der Caritas. Ein deutliches Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen Unterstützung benötigen, um finanziell über die Runden zu kommen. Denn Menschen, die von Armut betroffen sind, leben meist in Substandard-Wohnungen mit einem höheren Energieverbrauch und benutzen meist ältere, wenig effiziente Elektrogeräte. Diese steigenden Betriebs- und Energiekosten bringen viele Familien  in Vorarlberg finanziell dann an ihre Belastungsgrenze.

Gemeinsam gegen die Energiearmut

In 22 Vorarlberger Gemeinden wurden im vergangenen Jahr 106 Haushalte von freiwilligen Energieberater*innen auf ihre Energieeffizienz überprüft. Unter anderem auch die Marktgemeinde Götzis. Isabella Schnetzer, zuständig für die Bereiche Energie und Umwelt: „Wir als e5-Gemeinde sind sehr darauf bedacht, den Energieverbrauch in allen Bereich jährlich um ein Prozent zu senken. Dazu ist es wichtig, alle Zielgruppen zu erreichen. Deshalb vermitteln wir unterschiedliche Angebote, wie zum Beispiel auch den wichtigen Caritas Energiespar-Check.“ Vor allem in Haushalten gibt es noch viele versteckte Stromfresser, denen mit einfachen Maßnahmen entgegengewirkt werden kann. Zum Beispiel verbraucht ein LED-Leuchtmittel statt der herkömmlichen Glühlampe circa 80 Prozent weniger Strom, das hat natürlich einen wesentlichen Einfluss auf die Stromkosten. Oder wassersparende Duschköpfe brauchen die Hälfte weniger Wasser. Den meisten Leuten ist es gar nicht bewusst, wie viele Ressourcen und somit Geld im eigenen Haushalt gespart werden könnte. „Durchschnittlich liegt das Einsparungspotential bei rund 60 Euro pro Haushalt und Jahr. Gerade Menschen, die in einkommensschwachen Haushalten leben, profitieren damit vom Energiesparcheck stark“, bestätigt auch Michael Natter.

Kostenloser Energiespar-Check: Beratung und mehr!

Bei den kostenlosen Beratungen, die die Caritas Vorarlberg gemeinsam mit den Kooperationspartnern illwerke vkw und dem Energieinstitut Vorarlberg für einkommensschwache Haushalte anbietet, haben die gut ausgebildeten Freiwilligen immer auch kostenlose Energiesparartikel, wie Lampen, Wasserkocher, Zeitschaltuhren oder wassersparende Duschköpfe mit im Gepäck. Mit Tipps und nützlichen Infos soll das Stromsparen so leichter werden. Gleichzeitig werden auch die Betroffenen in der Umstellung ihres Verhaltens und Umweltbewusstseins motiviert und unterstützt. Das Angebot ist gedacht für Haushalte mit niedrigem Einkommen.

Energie-Fachkundigen gesucht

Die Caritas möchte das Angebot des kostenlosen Energiesparchecks noch weiter ausbauen und sucht speziell für das Vorarlberger Oberland noch ein freiwilliges Teammitglied. „Gut wäre es, wenn wir hier im Idealfall einen pensionierten Elektriker*in oder eine Person mit  entsprechendem Grundwissen gewinnen können, alles weitere bekommen sie im Vorfeld von uns vermittelt“, schließt Michael Natter.

Kontakt

Vanessa Wüstner, Projektkoordinatorin
T: 0676/884205727, E: energiesparcheck(at)caritas.at
www.caritas-vorarlberg.at