Zivis und Freiwillige unterstützen Kids in Caritas-Quartieren beim Lernen

20.04.20 / 11:15

Für die Kinder in den Flüchtlingsunterkünften der Caritas ist das Lernen momentan besonders schwierig. Die fremde Sprache, kein Unterricht in der Klasse sowie das Fehlen der technischen Ausrüstung sind für sie ganz spezielle Herausforderungen. Damit es mit dem Lernen zuhause klappt, verstärkt die Caritas ihr Angebot und führt Freiwillige sowie Zivildiener der Caritas und Schüler*innen zusammen – via Telefon oder Videokonferenz. 

 

„Für viele Kinder und Jugendliche ist das digitale Lernen von zuhause aus ungewohnt und sie stoßen an ihre Grenzen. Doch wir möchten diese Kinder und jungen Erwachsene nicht zurücklassen, sondern die Chance nutzen und sie in dieser Zeit der längeren Unterbrechung des Schulunterrichts beim Lernen begleiten“, erklärt Judith Schwald von der Flüchtlingshilfe. 

 

Gemeinsam geht es besser

Die Flüchtlingshilfe der Caritas Vorarlberg hat deshalb auf diese spezielle Situation reagiert und ein neues Projekt initiiert: In einer Eins-zu-Eins-Betreuung werden die  Schüler*innen dabei von Freiwilligen aber auch von Zivildiener der Caritas unterstützt und haben so eine*n „Lehrer*in“ an ihrer Seite, der/die gemeinsam mit ihnen den Schulstoff durcharbeitet. 

 

Fixe Strukturen helfen

Ohne physischen Kontakt, aber mit ganz viel Engagement begleiten die Freiwilligen und Zivildiener die Schüler*innen ganz individuell und greifen dabei auch auf digitale Medien zurück. Fixe telefonische Lerntermine oder Videoschaltungen helfen, die schulischen Anforderungen zu bewältigen. „Die regelmäßigen Lernzeiten motivieren die Kinder und geben auch eine Struktur im Alltag“, nennt Judith Schwald die Vorteile. „Verständnisfragen können schnell beantwortet und Unklarheiten beseitigt werden.“ 250 Grundschüler*innen und über 100 Erwachsene profitieren vom Angebot. 

 

Auch Erwachsene lernen

Auch die bereits laufenden  Deutschkurse werden weitergeführt, Kurse auf B1 und B2-Niveau beispielsweise werden mit Videokonferenzen abgehalten. „Es ist wichtig, dass die Kursteilnehmer*innen Kontakt mit den Trainer*innen halten und sich auch austauschen können, damit sie den Kurs positiv abschließen können“, sagt Lenka Netzer, sie koordiniert die Deutschkurse für die Flüchtlingshilfe.