„Helfen ist für mich Teil des Lebens“

27.04.20 / 09:27

Magdalena Dürtscher ist als Mitarbeiterin der Familienhilfe der Caritas „mitten im Leben, mitten im Geschehen“. Das Corona-Virus sorgt auch in der Familienarbeit für ganz besondere Herausforderungen.

„Die Entscheidung, in der Familienarbeit tätig zu sein, war eine der besten meines Lebens“, ist Magdalena Dürtscher überzeugt. „Ich schätze den direkten Kontakt mit den Familien und kann sehr frei arbeiten. Dennoch kann ich mich immer auf den Rückhalt im Team und durch die Einsatzkoordinatoren verlassen.“ Ihr sozialer Beruf wurde der 23-jährigen Bregenzerin ein Stück weit in die Wiege gelegt: „Auch meine Mama und meine Gota sind im sozialen Bereich tätig. Man hat mich zwar nie in eine Richtung gelenkt, trotzdem erwies sich dieser Weg nach der Matura als der für mich richtige.“ Sie sei auch selbst während ihrer Ausbildung gereift, erzählt die diplomierte Sozialbetreuerin: „Ich habe viel über mich gelernt und konnte viel Wissen für meine jetzige Arbeit mitnehmen.“

Die Familien, in die Magdalena Dürtscher kommt, sind jede für sich ganz anders und besonders. Der herrlich unbedarfte Humor von Kindern gibt ihr immer wieder Kraft für den Alltag und die Gewissheit, das Richtige zu tun. „Gerade letzte Woche hat mich beispielsweise ein Kind gefragt, ob ich denn auch sicher so gut kochen könne, wie meine Kollegin, die am Vortag in der Familie tätig war.“ Und siehe da: Die Kochkünste wurden von ihm anschließend hoch gelobt!

Was für eine gute Zusammenarbeit unverzichtbar ist, ist das gegenseitige Vertrauen. Ihre Aufgabe sei es, als neutrale Person in die Familie hineinzugehen und für sie da zu sein, erzählt die Sozialbetreuerin. „Nicht alle Familien haben dieselben Chancen und Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten. Trotzdem verbindet sie alle eines: die Liebe zu ihren Kinder und die Dankbarkeit für die Unterstützung durch die Familienhilfe. Ihr Anliegen sei es, für die Zukunft eines jeden Kindes einen positiven Beitrag zu leisten, erzählt Magdalena Dürtscher.

Corona prägt alles

Durch die Hygiene-Maßnahmen auf Grund des Corona-Virus hat sich der ambulante Bereich der Familienarbeit in den vergangenen Wochen sehr stark verändert. „Durch den Mund-Nasenschutz ist beispielsweise kaum eine Mimik erkennbar. Das macht die Arbeit mit den Familienmitgliedern schwieriger.“ Zudem kann die Familienhilfe zur Eindämmung des Übertragungs-Risikos momentan nur sehr eingeschränkt – und hier speziell in schweren Krisensituationen – erfolgen.

 

Zur Person:
Magdalena Dürtscher
Geboren: 10. August 1996
Ausbildung: Matura an der HLW Marienberg, Schule für Sozialbetreuungsberufe Bregenz, seit August 2019 in der Familienhilfe der Caritas Vorarlberg tätig
Familienstand: In einer Beziehung
Wohnort: Bregenz
Hobbys: Theater (Theatergruppe Rampenlicht Lauterach) als große Leidenschaft, Familie und Freunde