Kunst als Momentaufnahme – eine Rückblende

09.07.20 / 11:01

Im WirkRaum Dornbirn ist noch bis 15. Juli die Ausstellung „lebens.linien - grenzen der belastbarkeit – con.traste“ mit Kunstwerken geflüchteter junger Menschen zu sehen.

 

Es ist schwierig, in Zeiten von Corona-Schutzmaßnahmen eine stimmige Atmosphäre für eine Kunstausstellung zu schaffen: Die Initiatorinnen der neuesten Schau im WirkRaum der Caritas in Dornbirn, Margaritha Matt und Denka Mujkanovic-Subasic, haben dies bei der Ausstellungseröffnung diese Woche geschafft – einen wichtigen Anteil hatte dabei auch Markus Holzmaier, der mit seiner Gitarre als freiwilliger Mitarbeiter der Caritas für die musikalische Umrahmung verantwortlich zeichnete.

 

Doch der Reihe nach: Kunstpädagoge Marco Ceroli erarbeitete vor rund zwei Jahren mit elf jugendlichen Flüchtlingen aus der Caritas-Wohngemeinschaft „Haus Said“ in Bregenz großformatige Bilder mit bemerkenswerten und berührenden Ergebnissen.

Als Motto für die drei Workshops wurde damals „„lebens.linien - grenzen der belastbarkeit – con.traste“ gewählt. „Die Idee hinter diesen Bildern war die geradlinigen, vermeintlich perfekten Strukturen der europäischen Gesellschaft aufzulösen durch etwas Neues und Unförmiges. Es sollte bewusst provozieren und die Frage aufwerfen, wo unsere Toleranz liegt. Den Jungs war es aber sehr wichtig, ihre Bilder geradlinig und verständlich zu gestalten“, so Marco Ceroli. Er war bei der Vernissage ebenso vertreten wie die beiden Künstler Jelani Naseri und Mahdi Hassani, Caritasdirektor Walter Schmolly und Caritasseelsorger Wilfried Blum.

 

Die Gelegenheit zum Austausch nutzten im Rahmen der Vernissage auch Katherine Kübler vom Vorarlberger Landestheater, Brigitte Horn (Landesberufsschule Lochau), Pfarrer Arnold Feurle und Eva Braun (Pfarre Herz Jesu), Marlies Schedler (Pädagogische Hochschule Feldkirch), Mareile Halbritter (Kunsthaus Bregenz), Christine Grass und Bärbl Radl (Kiwanis-Frauen Bregenz), Harald Anderle (Band „Comfortably Numb“, Alexander Kramer (Stadt Bregenz) sowie Claudio Tedeschi und Daniel Ongaretto-Furxer für den WirkRaum.

 

Wer die Ausstellung noch sehen möchte, hat dazu noch bis 15. Juli (Freitag, von 14 bis 17 Uhr, Samstag und Mittwoch, von 9 bis 12 Uhr) die Gelegenheit. Bitte Covid-19-Schutzmaßnahmen beachten!