carla: Durch Qualifizierung Chancen bieten

31.07.20 / 13:49

„Covid 19“ hat die Vorarlberger Arbeitswelt ordentlich auf den Kopf gestellt. Für jene Menschen, die es am Arbeitsmarkt bislang schon schwer hatten, ist die Jobsuche nun noch herausfordernder geworden. carla, die sozialen Unternehmen der Caritas Vorarlberg, beschäftigen, qualifizieren und vermitteln langzeitarbeitslose Menschen für und in den ersten Arbeitsmarkt. Ein Angebot, das wichtiger denn je ist und nur durch nachhaltiges Verhalten aller Bürger*innen in diesem Ausmaß möglich ist.

 

Wie Beschäftigung und Qualifizierung bei carla mit dem Umweltverhalten der Vorarlberger*innen zusammenhängen? „Die Vorarlberger Bevölkerung befindet sich bei der Sammlung von gut erhaltenen, noch weiterverwendbaren Waren im europäischen Spitzenfeld. 3.700 Tonnen Secondhand-Kleidung, 243 Tonnen Möbel und 36,3 Tonnen Elektrogeräte wurden 2019 zur Wiederverwendung und Verwertung gesammelt“, erläutert Fachbereichsleiterin Karoline Mätzler. Im carla Tex Sortierwerk sowie in den carla Einkaufsparks werden die Kleider- und Möbelspenden sortiert, auf Vollständigkeit und Funktion überprüft, gereinigt und für den Verkauf in den carla Shops und Einkaufsparks vorbereitet.

 

Beschäftigung und mehr Chancen für 323 Frauen, Männer und Jugendliche

Das schafft befristete Arbeitsplätze für Menschen, die vorher lange Zeit auf Jobsuche waren. Begleitend zur Arbeit bei carla erhalten sie Unterstützung bei der Bewerbung auf einen festen Arbeitsplatz. Das Team der Sozialen Personalentwicklung fördert und qualifiziert je nach persönlichem Bedarf. „Im vergangenen Jahr fanden damit insgesamt 196 Erwachsene einen befristeten Arbeitsplatz in einem der sozialen Unternehmen. Der Frauenanteil im AMS Fördermodell „Sozialökonomischer Betrieb“ lag bei 74 Prozent. Die Startbahn, das Jugendbeschäftigungs-Projekt der Caritas Vorarlberg mit Standorten in Feldkirch und Bludenz, unterstütze 127 Jugendliche auf dem Weg in Ausbildung oder Arbeit.“, berichtet Karoline Mätzler. Erfreulich: 42 Prozent der Jugendlichen fanden in der Folge einen fixen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, beziehungsweise haben in eine weiterführende Qualifizierung gewechselt.

Bewusst-Sein

Die Haltung und Zielsetzung der sozialen Unternehmen carla der Caritas Vorarlberg ist auch eine der Antworten auf den Wunsch vieler Vorarlbergerinnen und Vorarlberger nach einer „enkeltauglichen Welt“. „Mit carla können wir viel Bewusstseinsbildung und Vernetzung im Bereich Nachhaltigkeit beitragen“, nennt Karoline Mätzler 400 Exkursionsteilnehmer*innen im carla Tex Kleidersortierwerk, die Reparaturcafés sowie zahlreiche Kooperationen und Aktionen mit Gemeinden, Vereinen und Veranstaltern als Beispiel. „Dabei zeigen wir auf, welche Chancen und Möglichkeiten Secondhand, Reparatur und ein bewusster Umgang mit Ressourcen insgesamt bieten.“

 

Zahlen&Fakten carla

196 Erwachsene hatten 2019 einen befristeten Arbeitsplatz in den sozialen Geschäftsmodellen carla. Der Frauenanteil im AMS Fördermodell Sozialökonomischer Betrieb lag bei 74%.
127 Jugendliche haben in den Jugendprojekten Startbahn Feldkirch und Bludenz gearbeitet. 42% davon haben in einen fixen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, beziehungsweise in eine weiterführende Qualifizierung gewechselt.
3.700 Tonnen Secondhand-Kleidung, 243 Tonnen Möbel und 36,3 Tonnen Elektrogeräte wurden im vergangenen Jahr zur Wiederverwendung und Verwertung gesammelt.
61 Prozent der gespendeten Kleider sind noch tragbar. 20 Prozent können als Rohstoffe (Putzlappen, Isolationsmaterial) weiterverwendet werden, 15 Prozent müssen als Textilmüll, weitere 3 Prozent als Restmüll entsorgt werden.
4 carla Shops und Einkaufsparks in Altach, Bludenz, Dornbirn und Feldkirch

Weitere Infos: www.carla-vorarlberg.at