Lerncafés Summer-School schafft Wissensvorsprung

31.08.20 / 13:26

Was durch Corona und Homeschooling zu kurz gekommen ist, wird derzeit in den neun Lerncafés der Caritas von mehr als 120 Mädchen und Buben eifrig nachgeholt. Mit Hilfe der Freiwilligenteams wird Schulstoff aufgefrischt und Wichtiges wiederholt. Eine echte Chance für die Schulkinder aus benachteiligten und einkommensschwachen Familien, den Anschluss im neuen Schuljahr zu halten und mit einem Wissensvorsprung zu starten.

 

Rund 120 Buben und Mädchen (62 Prozent Jungs, 38 Prozent Mädchen) nutzen derzeit die letzten Ferienwochen, um ihr Schulwissen aufzufrischen bzw. Wissenslücken zu füllen. „In jedem Standort können wir zehn bis zwölf Kinder aufnehmen. Dabei ist es immer eine bunte Mischung aus Volks- und Mittelschulkindern, die mit viel Motivation bei der Sache sind und in allen Hauptfächern Unterstützung erhalten“, so die Leiterin der Lerncafés, Bea Bröll.

Wegen der anhaltenden Corona-Krise und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen können leider nicht so viele Kinder die Summer-School besuchen, wie das eigentlich vorgesehen war. „Alle Beteiligten, sowohl die Freiwilligen, die die Kinder beim Lernen begleiten, als auch die Kinder selbst halten sich vorbildlich an die Maßnahmen. Maskenpflicht beim gemeinsamen Lernen und Abstandsregelungen sind hier kein Problem und mindern keineswegs den Lernerfolg oder das soziale Miteinander“, so Bea Bröll weiter. Überhaupt geschieht in der Summer-School das Lernen ganz ohne Druck und die Kinder können sich gezielt auf jene Fächer konzentrieren, in welchen sie Schwierigkeiten haben. „Und es kommt wieder eine Tagesstruktur ins Leben der Kinder, was nach den Ferien und der turbulenten Corona-Schulzeit im Frühjahr Kindern den Einstieg in den Schulalltag sicherlich erleichtern wird.“ Natürlich kommt neben dem Lernen aber auch das Vergnügen nicht zu kurz. Bei einer gemeinsamen Jause oder der einen oder anderen Freizeitaktivität, wie zum Beispiel Bastelstunden, das Bemalen von Stühlen oder einem Besuch der Inatura – wie es das Lerncafé in Dornbirn zum Abschluss geplant hat - findet viel Kommunikation und Austausch zwischen den Kindern statt. Und das quer durch alle Altersgruppen und Nationalitäten.

 

Mit Erfolg ins neue Schuljahr

Im vergangenen Schuljahr wurden 312 Kinder und Jugendliche in den neuen Lerncafés der Caritas unterrichtet und begleitet. „Das letzte Schuljahr war ein ganz besonderes Jahr und Kinder, mit zum Beispiel einer anderen Muttersprache, hatten es oft schwer, dem Schulstoff mit Homeschooling zu folgen“, so Bea Bröll. Hier gilt es nun Versäumtes nachzuholen und diesen Motivationsschub auch ins neue Schuljahr mitzunehmen.

 

Land unterstützt Lerncafés

Mit weiteren Lerncafés, die derzeit in Planung sind, können künftig bis zu 400 Kinder und Jugendliche im ganzen Land ihr Schulwissen vertiefen und Bildungslücken schließen. Mitfinanziert werden sowohl die Summer-School, als auch – gerade in der Corona-Sondersituation - die Lerncafés der Caritas vom Land Vorarlberg, das
somit ein Zeichen für Bildungs- und Chancengerechtigkeit setzt.

 

Lernhelfer*innen willkommen

Um die Schüler*innen gut auf das neue Schuljahr vorzubereiten, sind für das kommende Schuljahr in allen Lerncafés weitere freiwillige Lernhelfer*innen willkommen. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, so Bea Bröll. Gerne steht die erfahrene Pädagogin auch Eltern zur Verfügung, die Fragen haben oder Unterstützung brauchen.

Kontakt:

Lerncafés der Caritas in Wolfurt, Lauterach, Lustenau, Dornbirn, Götzis, Rankweil, Feldkirch, Nenzing und Bludenz

Bea Bröll, T 05522/200-4041, M 0676/88420-4041, E bea.broell(at)caritas.at, www.caritas-voarlberg.at/lerncafes