Eine Gruppe von Schulkindern vor einer Kindertagsstätte in Mosambik

Bushulo - Ein guter Start ins Leben

Eine Ärztin untersucht ein Kind auf Unterernährung

Es ist nicht egal, wo ein Kind geboren wird. In weiten Teilen Äthiopiens „begleiten“ Hunger und Mangelernährung Babys und Kleinkinder vom ersten Tag an. Caritas-Auslandshilfe-Mitarbeiterin Marion Burger weiß aus Erfahrung, dass diese Situation verändert werden kann und erzählt von der Hilfe vor Ort.

Marion Burger war kürzlich für die Caritas vor Ort in Äthiopien, um verschiedene Hilfsmaßnahmen und Projekte zu koordinieren. Sie erzählt beispielsweise von einer dreifachen Mutter, die in Awasa im Süden des Landes lebt. Ihr jüngstes Kind ist acht Monate alt und war stark unterernährt. „Wir messen dies mit einem eigenen Maßband – `Rot´ bedeutet einen Armumfang von unter zwölf Zentimetern, das ist für ein Kind lebensbedrohlich.“ Das Maßband zeigt zwischenzeitlich „orange“ an. Das nach der Dürrekatastrophe im Sommer 2017 von der Caritas organisierte Nothilfeprogramm greift. Ein weiteres Projekt zielt ebenfalls auf die Nahrungssicherung ab: „Gerade im städtischen Bereich haben Familien nur wenig Möglichkeiten, eigenes Gemüse anzubauen oder Tiere zu halten. Durch entsprechende Schulungen zeigen wir ihnen, wie sie die Erde möglichst fruchtbar machen und so gute Erträge erzielen können.“

Im Kampf gegen den Hunger sind speziell Frauen und Mütter wichtige Akteurinnen. Mit den Spenden aus der aktuellen Hungerkampagne der Caritas sollen primär Ernährungssicherungs- sowie Gesundheitsprogramme  finanziert werden. Denn gerade der Zugang zu medizinischer Versorgung ist in Äthiopien ein enormes Problem, das sich besonders in Phasen von Hunger und Mangelernährung dramatisch verschärft.

Mangelernährte Menschen sind wesentlich krankheitsanfälliger, besonders Kinder und Neugeborene. Durch die Verbesserung der medizinischen Versorgung in den kleinen Ambulanzen der Region Awasa und vor allem des Mutter-Kind-Spitals in Bushulo kann sichergestellt werden, dass Kinder und Babys von Anfang an in der Klinik betreut werden. Zudem bietet die Entbindung in einem Krankenhaus für das Neugeborene einen erheblichen Schutz vor einer Infektion mit HIV/AIDS.

  • Um die Unterernährung festzustellen, wird das Kleinkind genaustens untersucht

    Um die Unterernährung festzustellen, wird das Kleinkind genaustens untersucht

  • Mit Hilfe eines Maßbandes kann man feststellen, ob ein Kind an Unterernährung leidet

    Mit Hilfe eines Maßbandes kann man feststellen, ob ein Kind an Unterernährung leidet

  • Die Spezialnahrung wird an die Mütter ausgegeben

    Die Spezialnahrung wird an die Mütter ausgegeben

  • Nach dem Kochen können sich es die Mütter und Babys schmecken lassen

    Nach dem Kochen können sich es die Mütter und Babys schmecken lassen