Eine Gruppe von Schulkindern vor einer Kindertagsstätte in Mosambik

"Als Mutter blutet mir das Herz"

Als wir Fatiya (24) mit ihrer sechs Monate alten Tochter in der Gesundheitsstation im Dorf Mullu treffen, wirkt ihr Kind ganz apathisch. Eine medizinische Mitarbeiterin untersucht das Kind, während Fatiya geduldig dasitzt und unsere Fragen beantwortet:

 

Wie bringen Sie Ihre Kinder durch den Hunger, der jetzt überall herrscht?

"Mein Mann und ich sind in großer Sorge um das Leben unserer drei Kinder. Sisay, unsere jüngste Tochter, ist schon seit Wochen krank und ich selbst kann sie kaum noch stillen, weil auch ich oft Hunger habe.

Zum Glück sind wir Mitglied bei der Genossenschaft und so helfen alle zusammen. Wir haben dadurch einmal am Tag eine Handvoll Getreide für jeden von uns und manchmal gibt es auch etwas Mais und Öl.

Der Hunger ist sehr schlimm und trifft hier alle. Als Mutter blutet mir das Herz, meine Kinder so leiden zu sehen. Ich weine mich fast jede Nacht in den Schlaf.“

Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?

Ohne Regen haben wir keine Ernte. Unsere drei Ziegen sind ohne Futter verendet, die beiden Schafe haben wir noch schnell verkauft. Wir haben zwar einen tiefen Brunnen für Trinkwasser im Dorf, doch für die Felder reicht das Wasser bei weitem nicht aus."

So helfen wir:

Mangelernährung ist eine stille Bedrohung für Millionen Kinder. Sie brauchen ausgewogene Ernährung und sauberes Trinkwasser, damit sie wachsen und sich gut entwickeln. In der Gesundheitsstation erhält Fatiya für ihre Kinder Famix - eine weiße, pulvrige Spezialnahrung mit Mais, Soja, Mineralstoffen und Vitaminen.