Zyklon Idai: Sturm und Hochwasser in Mosambik


Am 15. März 2019 traf Zyklon Idai in Mosambik an Land – die damit einhergehenden Regenfälle haben unvorstellbaren Schäden angerichtet. Die Menschen vor Ort haben durch die enormen Wassermassen ihre Häuser sowie ihre Lebensgrundlage verloren, die großflächigen Überschwemmungen haben Felder unter Wasser gesetzt – ganze Binnenmeere haben die Ernte vernichtet. Die Durchführung der Nothilfe ist mit großen Herausforderungen verbunden: die zerstörte Infrastruktur bietet nur wenige Möglichkeiten die Hilfe zu den betroffenen Menschen zu bringen und die immer wieder auftretenden Regenfälle erschweren die Versorgung der Opfer - weiterhin sind Regenfälle angesagt.

Fakten:

  • Neben starken Sturmböen löste der Zyklon auch sintflutartige Regenfälle aus, Überschwemmungen sind die Folge.
  • Laut UN sind mehr als 1,8 Mio. Menschen (davon 900.000 Kinder) von den Auswirkungen des Sturms und dem derzeitigen Hochwasser betroffen.
  • Die am stärksten betroffenen Regionen sind in Mosambik. Nach Angaben der UN wurden bislang 446 Todesopfer gemeldet. Nach wie vor wird davon ausgegangen, dass die Zahl viel höher ist.
  • Fast 110.000 Menschen sind in 130 Notunterkünfte in Sofala, Manica, Zambezia und Tete untergebracht.
  • Erste Fälle von Cholera wurden aus Beira gemeldet, die Anzahl der Malaria-Erkrankungen steigen an.
  • Gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg sind wir mit den lokalen Partnerorganisationen Esmabama und Caritas Mosambik in Kontakt. Beide Organisationen leisten Nothilfe und verteilen Nahrungsmittel, sowie Hygieneartikel.
  • Die Caritas arbeitet mit Horizont3000, einer der größten Organisationen in der nichtstaatlichen österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, eng zusammen und über deren Partnerorganisationen werden ebenso Erhebungen gemacht.
  • Die Caritas hat zwei erfahrene Mitarbeiter nach Mosambik entsandt, welche am Montag, 25.03., in der am meisten betroffenen Stadt Beira angekommen sind.

Die Regierung Mosambiks hat den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. Die Menschen brauchen sauberes Trinkwasser um vor noch größeren Katastrophen bewahrt zu werden. Durch die Zerstörung des landwirtschaftlichen Anbaus und dem damit einhergehenden Ernteentfall, leidet die Ernährungssicherheit der Menschen.

Unser Hilfsplan sieht drei Phasen vor: Die Bereitstellung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln sowie Notunterkünften, die medizinische Versorgung und schließlich die Unterstützung beim Wiederaufbau. Wir schätzen, dass wir durch unsere Hilfe 10.000 Haushalte mit 50.000 betroffenen Menschen unterstützen können. Wir rechnen damit, dass die Bevölkerung rund ein Jahr lang unsere Hilfe braucht. Der Zyklon hat nicht nur Häuser zerstört, die Fluten haben auch die Ernte weggeschwemmt. Erst mit dem Einbringen der nächsten Ernte wird sich die Lage ein wenig entschärfen. 


Die Caritas leistet Soforthilfe vor Ort, Spenden werden dringend benötigt!

 

 

Sofala Relief, Rehabilitation and Resilience Programme (S3R)

Dieses Projekt ist eine Kooperation mit unserer Partnerorganisation ESMABAMA und konzentriert sich auf fünf Gemeinden im Einzugsgebiet des Gemeindezentrums Estaquinha in Zentralmosambik.

Nach dem verheerenden Zyklon Idai im März 2019 begann die Caritas Österreich mit Unterstützung finanzleller Unterstützung der Austrian Development Agency im Rahmen Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit verschiedene Maßnahmen im Bereich der Disaster Risk Reduction mit ihrer Partnerorganisation ESMABAMA zu organisieren. Das Projekt folgt dabei dem Ansatz, Nothilfe mit Rehabilitierungs- und Entwicklungsmaßnahmen zu verbinden.  Die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophenereignissen ist das Hauptziel dieses Projekts.

 Die Begünstigten sind 1.528 Familien, fast 8.000 Personen. Durch die Kombination verschiedener Aktivitäten unterstützt das Projekt betroffene Familen umfassend durch Nahrungsmittelnothilfe, Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten,  Bereitstellung von notwendigen Haushaltsgegenständen wie Kochutensilien und Hygienematerial; Schulungen zu Gesundheit und zu verbesserten landwirtschaftlichen Techniken.