Arbeit

In einem großen Garten arbeiten vier Personen. Sie sind dabei gebückt und fokussiert.

Beschäftigung

Neben dem Angebot der Grundversorgung bieten wir Interessierten die Möglichkeit, am Kochprojekt und am Beschäftigungsprojekt mitzuwirken und somit Schritt für Schritt den Einstieg in einen geregelten Arbeitsalltag zu schaffen.

Mit unseren Beschäftigungsangeboten bieten wir suchtkranken Menschen einen einfachen Zugang zu einem strukturierten Tagesablauf. Teilnehmen kann  jeder, der Interesse hat – keine bürokratischen Hürden, keine Vorstellungsgespräche. Wir engagieren Sie vom Fleck weg. Denn wir wünschen uns, dass Sie positive Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

Diese Grundkompetenzen möchten wir gezielt fördern:

  • Pünktlichkeit
  • Verlässlichkeit
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Flexibilität

Mit dem Koch- und Waldprojekt bieten wir die dafür nötige Tagesstruktur und ein gezieltes Arbeitstraining. TeilnehmerInnen lernen Ihre Arbeitsfähigkeit realistisch einzuschätzen. Wir erkennen und fördern die jeweiligen beruflichen Talente.

Wir feiern 20 Jahre Waldprojekt

„Mittels eines gezielten Arbeitstrainings wird die Integration in den Arbeitsmarkt verfolgt. Zudem lässt sich durch eine geregelte Tagesstruktur der Alltag besser meistern“, so Peter Wieser

Durch dieses niederschwellige Beschäftigungsangebot finden jährlich 60 bis 70 Männer und Frauen eine Beschäftigung. Besonders erfreulich dabei: Im vergangenen Jahr haben elf Teilnehmerinnen des Waldprojektes eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden, zehn weitere Personen können in ein Beschäftigungsverhältnis im erweiterten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Mit dem Waldprojekt bieten wir Menschen mit einer substanzgebundenen Suchtproblematik und ohne Beschäftigung eine Tagesstruktur sowie eine arbeitsmarktbezogene Betreuung.

Dabei gibt es die drei verschiedenen Arbeitsfelder:

  • Waldarbeit: Bei Schönwetter werden unterschiedliche Waldarbeiten wie Instandhaltung von Wald- und Güterwegen, Restholzbündelherstellung und Flurreinigung gemacht.
  • Putzlappenherstellung: Bei Schlechtwetter und im Winter werden aus Altkleidern, die von der Caritas gesammelt wurden und nicht mehr für den Weiterverkauf geeignet sind, Putzlappen hergestellt und an die Firma Sperger in Lustenau verkauft. 
  • Gartenprojekt: Am Ardetzenberg in Feldkirch wird ein Garten bewirtschaftet, in dem Obst und Gemüse angebaut und geerntet werden. Die Gartenerträge werden dann im Kochprojekt des Caritas Cafés zu einem gesunden Mittagsmenü verarbeitet.

 

Das Waldprojekt findet immer von Montag bis Freitag statt. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen beschränkt – ein Projekteintritt ist jederzeit möglich. Mitmachen kann jeder, der gerne in der Natur und im Team arbeiten möchte und sich eine Tagesstruktur wünscht.

Im Caritas Café erwarten BesucherInnen nicht nur ein gutes Essen und Gespräche, sondern sie können auch Teil des Teams werden. Teilnehmen kann jeder, der seine beruflichen Kompetenzen ausbauen möchte – Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

 

In unserer neu ausgestatteten Küche finden wir für jeden Interessierten einen Platz. Und das auch kurzfristig! Gemeinsam bereiten wir das Mittagessen vor. Nicht selten werden versteckte Talente und Interessen geweckt – und gefördert. Ein Erfolgserlebnis, das die Eigenmotivation und das Selbstbewusstsein stärkt. Für uns immer wieder eine tolle Erfahrung. Begleitet und angeleitet werden die TeilnehmerInnen von einem Soziotherapeuten.

Eng vernetzt mit der Suchtfachstelle Feldkirch
Auch gesundheitsbezogene Maßnahmen kommen bei der Projektarbeit nicht zu kurz. Die Betreuung der TeilnehmerInnen findet in enger Zusammenarbeit mit den Suchtfachstellen der Caritas statt. Für uns die Basis, um berufliche Weiterentwicklungs- und Ausbildungsmöglichkeiten realistisch abzuklären.

Unser Ziel ist es, Menschen mit Suchtproblematik für den Arbeitsmarkt zu stärken. Rückfälle im Suchtverhalten führen nicht zu einem Ausschluss, sondern werden individuell bearbeitet und gefördert. Denn gerade diese Erfahrung steigert den Selbstwert und die Frustrationstoleranz.