Aufeinander zugehen

Begegnung mit Flüchtlingen: Zwei Frauen mittleren Alters besuchen junge, erwachesene Flüchtlinge. Sie leben dabei aktive Integration vor. Aufeinander Zugehen führt zum beiderseitigen Ausstausch und neuen Erfahrungen. Aufgenommen wurde dieses Bild in einer Klasse, da sie vor einer Tafel stehen. Sie sind alle schlicht und gemütlich gekleidet. Die beiden Flüchtlinge haben schwarze kurze Haare und einen Stoppelbart. Eine der zwei Frauen trägt blond gefärbte Haare und eine Brille, die andere schwarze Haare und einen gemusterten Schaal.

Gemeinwesenarbeit

Wir möchten asylsuchende Menschen in ihrem Umfeld ermutigen und befähigen, soziale Herausforderungen anzunehmen - für ein gutes Leben und Akzeptanz in der Gesellschaft.

Gemeinsam mit den Beteiligten schaffen wir Begegnungsräume, fördern Entwicklungs- sowie Lernprozesse und setzen mit allen involvierten Gruppierungen konstruktive Veränderungsprozesse in Gang.

Eine unserer zentralen Aufgaben ist das Sensibilisieren für die vielfältigen kulturellen Hintergründe – dazu zählen unter anderem: Geschlechterrolle, Zeitvorstellungen, Familienbilder, Bildungshintergrund.

 

"Ich bin Ich und Du bist Du"

Kasperltheater einmal anders

Für Kindergarten- und Volksschulkinder bieten wir einen Workshop unter dem Motto „Ich bin Ich und Du bist Du“ an. Über Kasperltheater, Spiel und Diskussion sollen Vorurteile abgebaut werden und be-wusst gemacht werden, dass alle Menschen unabhängig von Hautfarbe, Sprache oder Religion, gleich wertvoll sind.

Durch das Rollenspiel mit Seppel, Kasperl und Phillipo werden die Kinder zum Nach-denken angeregt: nur weil jemand anders aussieht, anders spricht, aus einem ande-ren Land kommt – passt er dann wirklich nicht zu uns?

Die konkrete Integrationsarbeit wird vor allem von den betroffenen Menschen vor Ort entwickelt und durch sie auch vor Ort umgesetzt. Unsere Aufgabe ist es, unterstützend tätig zu sein. Das heißt: Verändernde Prozesse bei den beteiligten Gruppierungen in Gang zu setzen und dabei selbst lediglich anregend und hilfestellend tätig zu sein.

Der Schritt zur Veränderungen geht dabei stets von den Beteiligten selbst aus.

  • Begegnungsräume zwischen Bevölkerungsgruppen schaffen.
  • Erfahrungsaustausch ermöglichen.

  • Erkenntniszugewinn fördern und fordern.

  • Ressourcen und Potentiale der Asylsuchende sichtbar machen und fördern

  • Einkunftssalternativen entwickeln

  • Zukunftsgerichtete Entwicklungsprozesse unterstützen, die es den Menschen in einem multikulturellen Sozialraum ermöglichen, ohne Angst verschieden zu sein und gemeinsam zu leben.

viele Flüchtlinge in ihrer Heimat in Wohlstand und guten finanziellen Verhältnissen gelebt haben?

Durch die Flucht wurde diese Tatsache auf den Kopf gestellt. Dazu kommt die mitunter jahrelange Wartezeit auf den Asylbescheid und das „Nicht-arbeiten-dürfen“ – beides verringert Fähigkeiten und Kompetenzen der Asylsuchenden. Dem möchten wir aktiv entgegen wirken.

Unser Bildungsangebot und eine Vielzahl an Deutschkursen für Asylsuchende sind in diesem Zusammenhang eine wichtige Ergänzung. Denn die Sprachbarriere zu überbrücken macht eine umfassende Integration erst möglich.