Karlheinz Nußbaumer - Direktor Neue Mittelschule Bezau

Karlheinz Nußbaumer, 61, ist Lehrer und seit drei Jahren Direktor der Neuen Mittelschule Bezau. Mit dem vermehrten Zuzug von Asylantenfamilien sind derzeit sieben Flüchtlingskinder in seiner Schule, die ihn und seine Lehrerinnen vor neue Herausforderung gestellt haben.

 

Welche Berührungspunkte haben Sie persönlich in Ihrem privaten Umfeld, bzw. in der täglichen Arbeit mit AsylwerberInnen, bzw. bleibeberechtigten Flüchtlingen?

Im privaten Umfeld habe ich eigentlich kaum Berührungspunkte, vielleicht bis auf das, dass meine Tochter im Asylantenheim in Bezau eine Frau und deren Kinder immer wieder besucht und ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache hilft. In der Schule bin ich tagtäglich mit Kindern von Asylwerberinnen konfrontiert. Es ist schön zu beobachten, wie relativ schnell sie eigentlich unsere Sprache lernen und wie gut sie sich in den allermeisten Fällen in den Klassen und im Schulleben integrieren können. Je besser sie die Sprache lernen, desto besser können sie dem Unterricht  folgen und sich integrieren.

Welchen Beitrag kann Ihrer Meinung nach jeder von uns leisten?

Was eigentlich jeder von uns leisten kann oder zumindest sollte, ist ein positives Denken und damit eine positive Einstellung zur jetzigen Flüchtlingssituation. Wenn wir uns alle positiv motivieren ist Vieles zu schaffen.

Was braucht es generell aus Ihrer Sicht, damit eine Gesellschaft gut funktionieren kann?

Es braucht Akzeptanz und damit eine Achtung vor jedem Menschen und im Fall der Asylpolitik eine gerechte und eine richtige Aufteilung dieser Menschen in unseren Schulen, in unseren Dörfern, unserem Land und auch in ganz Europa.