Information & Prävention

Auf einem orangen Hintergrund befinden sich bunte Blätter.
Ein Fest mit einer Ansammlung von Menschen wurde fotografiert. Manche strecken die Hände nach oben. Die Stimmung ist ausgelassen.

Seit Mai 2007 beraten wir Jugendliche, die aufgrund einer Alkoholintoxikation in eines der Krankenhäuser eingeliefert werden. Solange die Jugendlichen stationär sind, nimmt das Team der Suchtfachstelle Kontakt mit den Jugendlichen auf.

Erst wenn sie bereit sind, sprechen wir gemeinsam mit den Eltern über die Situation und geben Anregungen für ein verständnisvolles Miteinander. Denn erst wenn sich Verhaltensweisen im sozialen Umfeld ändern, ändert sich auch das Konsumverhalten.

Wir sind überzeugt, dass eine aktive Auseinandersetzung mit dem Alkoholkonsum wichtig ist, um in Zukunft bewusster damit umzugehen.

 

Seit Projektbeginn im Mai 2007 gab es insgesamt 1028 Kontakte zu Jugendlichen mit einer Alkohol- bzw. Mischintoxikation. 40,16% der stationär aufgenommenen Jugendlichen waren weiblich und 59,84% männlich.

Die Altersspanne der Jugendlichen lag im gesamten Projektzeitraum zwischen 11 und 21 Jahren. Der Großteil der Jugendlichen war zwischen 15 und 17 Jahre alt.

Die Trinksituation hat sich über die Jahre nicht verändert. Die eingelieferten Jugendlichen tranken meistens zu Hause oder bei Freunden (Privatpartys, „Vorglühen“, Trinkspiele) – seltener in Diskotheken oder auf öffentlichen Veranstaltungen. Manche tranken auch, um ihre Probleme zu verdrängen.

Im letzten Jahr wurde bei 12,1% der Jugendlichen eine Mischintoxikation festgestellt (THC, Medikamente, Amphetamine, Opiate, Kokain, LSD), wobei THC den höchsten Stellenwert erhielt.

Rund 51% der Beratungen fanden gemeinsam mit Angehörigen (Eltern, Geschwister, Freunde,…) des Jugendlichen im Krankenhaus statt.