Angehörigenberatung

Als Angehörige(r)/Bekannte(r) eines suchtkranken Menschen spüren Sie die Auswirkung der Erkrankung oft im alltäglichen Leben. Die Sorge um die süchtige Person kann eine Achterbahn der Gefühle verursachen

Unser Ziel ist es, das Augenmerk der Angehörigen weg vom abhängigen Menschen und zurück auf das eigene Leben zu lenken - und wieder Kontakt zu den eigenen Gefühlen herzustellen. Wir wünschen uns, dass Sie Ihren Selbstwert wieder entdecken und stärken. Dabei begleiten wir sie.

In unseren Beratungen stehen Sie als Angehörige im Mittelpunkt. 

Und dabei helfen wir Angehörigen:

  • Entlastung in der aktuellen Situation
  • Halt und Orientierung in schwierigen und unübersichtlichen Zeiten
  • Einsicht in die Abhängigkeitsproblematik
  • Förderung positiver Lebensqualität

In allen Suchtfachstellen gibt es jeweils Teams von Suchtberater*innen, Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen, die Angehörige beraten und gemeinsam Lösungsansätze für den Umgang mit Ihrem süchtigen Angehörigen erarbeiten.

Vom Erstkontakt zur Beratung

Nach der Kontaktaufnahme – sei es persönlich während der Öffnungszeiten, telefonisch oder per E-Mail – vereinbaren wir ein Erstgespräch zur Information und zum Einschätzen der Situation.

Nahe Angehörige eines Suchtkranken erleben Tag für Tag eine Achterbahn der Gefühle: Scham, Ohnmacht, Wut und Enttäuschung, aber zugleich auch immer Sorge um den süchtigen Partner oder Elternteil und Hoffnung auf eine Wendung. Doch die Erschöpfung im Dienste des Süchtigen ist in aller Regel vergebens. Das Buch hilft betroffenen Angehörigen, zu einer gesunden Distanz und wieder zu sich selbst zu finden.
Angehörige sind in die Krankheit mitverstrickt, haben ihre Anteile daran und leiden darunter. Ob PartnerInnen, Kinder, Eltern, Verwandte, FreundInnen oder ArbeitskollegInnen – sie alle werden, oft ohne es selbst zu merken, in den Bannkreis der Suchterkrankung gezogen.
Es gibt jedoch für Angehörige in jedem Stadium der Suchterkrankung die Möglichkeit, innezuhalten und aus nicht hilfreichen Verhaltensmustern auszusteigen. Dies bedeutet für Angehörige oft die Erkenntnis, sich den eigenen Gefühlen der Enttäuschung, Verletzung und Kränkung stellen zu müssen und sich ihrer eigenen Sehnsüchte, Wünsche und Lebensbilder bewusst zu werden.
Die Angehörigengruppen des Anton Proksch Instituts stehen allen Personen offen, die sich als Angehörige fühlen, auch wenn der suchtkranke Mensch (noch) nicht in Behandlung ist.

Häufig beginnt die Veränderung nicht bei der betroffenen Person selbst. Als Angehöriger können Sie den Anstoß geben, dass sich der/die Betroffenen in Beratung begibt. Durch ihr verändertes Verhalten werden die Betroffenen auf sich gestellt - so zum Beispiel:

  • Unterlassung von Unterstützungen im Alltag
  • Förderung der Selbstständigkeit
  • das Suchtverhalten der Betroffenen nicht mehr kontrollieren.