Ein guter Start ins Leben – Kampf gegen Hunger

Es ist nicht egal, wo ein Kind geboren wird. In weiten Teilen Äthiopiens „begleiten“ Hunger und Mangelernährung Babys und Kleinkinder vom ersten Tag an. Caritas-Auslandshilfe-Mitarbeiterin Marion Burger weiß aus Erfahrung, dass diese Situation verändert werden kann und erzählt von der Hilfe vor Ort. 

Marion Burger ist regelmäßig für die Caritas vor Ort in Äthiopien, um Hilfsmaßnahmen und Projekte zu koordinieren. Sie erzählt beispielsweise von einer dreifachen Mutter, die in Awassa im Süden des Landes lebt. Ihr jüngstes Kind ist acht Monate alt und war stark unterernährt. „Wir messen dies mit einem eigenen Maßband – `Rot´ bedeutet einen Armumfang von unter zwölf Zentimetern, das ist für ein Kind lebensbedrohlich.“ Das Maßband zeigt zwischenzeitlich „orange“ an.

Eine weitere Herausforderung stellt die allgemeine Nahrungssicherung dar: „Gerade im städtischen Bereich haben Familien nur wenig Möglichkeiten, eigenes Gemüse anzubauen oder Tiere zu halten. Durch entsprechende Schulungen zeigen wir ihnen, wie der Boden möglichst fruchtbar gemacht und so gute Erträge erzielt werden können.“

Im Kampf gegen den Hunger sind speziell Frauen und Mütter wichtige Akteurinnen. Mit den Spenden der jährlichen Hungerkampagne der Caritas sollen primär Ernährungssicherungs- sowie Gesundheitsprogramme finanziert werden. Denn gerade der Zugang zu medizinischer Versorgung ist in Äthiopien ein enormes Problem, das sich besonders in Phasen von Hunger und Mangelernährung dramatisch verschärft.

Mangelernährte Menschen sind wesentlich krankheitsanfälliger, besonders Kinder und Neugeborene. Durch die Verbesserung der medizinischen Versorgung in den kleinen Ambulanzen der Region Awassa und vor allem im Mutter-Kind-Spital in Bushulo kann sichergestellt werden, dass schon bei Kindern und Babys ausreichende, energiereiche und ausgewogene Ernährung von Anfang an gewährleistet ist.

Kampf gegen Hunger und Unterernährung

Bilder vom Einsatz in Bushulo

Um die Unterernährung festzustellen, wird das Kleinkind genaustens untersucht

Mit Hilfe eines Maßbandes kann man feststellen, ob ein Kind an Unterernährung leidet

Die Spezialnahrung wird an die Mütter ausgegeben

Nach dem Kochen können sich es die Mütter und Babys schmecken lassen

Ob Kinder an einer Unterernährung leiden, können wir mit unserem Maßband feststellen.
"Rot" bedeutet einen Armumfang von unter zwölf Zentimetern, was für ein Kind lebensbedrohlich ist.

Marion Burger,
Auslandshilfe Caritas Vorarlberg

Portrait eines afrikanischen Kindes das traurig blickt und von seiner Mutter gehalten wird.
Zukunft ohne Hunger

Dauerhaft Hunger bekämpfen.