Unter dem Titel „Zwischen Verschwinden und Werden“ zeigt die Take Care – Fachstelle für Essstörungen der Caritas Vorarlberg eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Essstörungen. In Zusammenarbeit mit Betroffenen entstanden Fotografien und literarische Einblicke, die von 5. bis 17. November erstmals im Landhaus Bregenz zu sehen sind.
Die Ausstellung „Zwischen Verschwinden und Werden“ zeigt berührende fotografische Arbeiten der ukrainischen Fotokünstlerin Maryna Liapina in Zusammenarbeit mit der Take Care – Fachstelle für Essstörungen der Caritas Vorarlberg. Die Werke machen sichtbar, was oft verborgen bleibt: Gefühle, innere Kämpfe, Hoffnung und die Kraft, wieder sichtbar zu werden. „Die Sprache der Kunst kann dorthin vordringen, wo Worte oft nicht mehr ausreichen“, sagt Maryna Liapina. „Mit meiner Arbeit versuche ich sichtbar zu machen, was Menschen im Inneren bewegt.“
Die 16 Fotocollagen und literarischen Werke sind in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen von Essstörungen entstanden. „Sie sind keine Inszenierungen von außen, sondern Ausdruck persönlicher Erfahrungen“, so Maryna Liapina. Neben den ausdrucksstarken Fotografien bringen die Models und weitere Betroffene mit Texten und Briefen ihre Erinnerungen, Gedanken und Gefühle in den künstlerischen Prozess ein. Maryna Liapina ist Kamerafrau, Fotografin, bildende Künstlerin und Schmuckdesignerin. Ihre Arbeit ist geprägt von einer besonderen Sensibilität für Emotionen, innere Zustände und die Geschichten hinter den sichtbaren Formen.
Noch immer sind Essstörungen stark tabuisiert, obwohl sie viele Menschen betreffen“, sagt Carmen Drexler, Leiterin der Fachstelle Take Care. Die Ausstellung wolle dazu beitragen, Verständnis zu schaffen und den Blick auf die Menschen hinter der Erkrankung zu richten. „Die Texte und Bilder zeigen eindrücklich, dass zwischen Verschwinden und Werden kein gerader Weg liegt. Sie machen aber auch Mut und zeigen, dass Veränderung und Heilung möglich sind.“
Ausstellung „Zwischen Verschwinden und Werden“
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